Leserbriefe

Eingriff in die Natur

Kadaver um den Hals;
Leserforum 7. November

Liebe Frau Riesbeck, die Tiere „schenken“ uns nicht ihren Pelz, sie bezahlen ihn mit ihrem Leben. Wenn ich zur Zeit wieder das Geballere höre, wird mir schlecht. Haben Sie sich mal gefragt, warum es überhaupt diese angeblichen Überpopulationen gibt? Weil sich der Mensch von jeher in die Natur einmischt. Es gibt nicht zu viele Tiere, es gibt schlichtweg zu wenig Platz für sie. Und taucht mal ein normaler Fressfeind auf, kriegen eh’ alle die Krise – siehe das neue „Braunbär-Drama“! Der Mensch begradigt Flüsse, baut in ehemalige Überlaufwiesen und wundert sich, wenn es Überschwemmungen gibt, baut hoch in die Berge nach erfolgreichem Abholzen von natürlichem Lawinenschutz. Die Folgen sind immer wieder zu hören und zu lesen. Das Rotwild wird höher in die Berge getrieben und findet dort zu wenig Nahrung – man wundert sich dann, dass sie im Winter durch Ortschaften streifen und Gärten leerfressen. Wenn auf den wenigen Feldern mal ein Rudel Rehe steht oder drei Hasen gleichzeitig zu sehen sind, ist das schon ein Naturereignis. Das ganze Gefüge wurde vom Menschen zerstört, die Natur würde gerne alles selber regeln.

Gerti Nader

Maisach

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