Polizei Rosenheim

Entlassung wäre angebracht gewesen

Ein junger Polizist, der Sex in der Kirche hatte, verlor seinen Job. Auch Prügel im Dienst hätten stärker bestraft werden müssen.

Mitte 2010 wurde ein junger Polizist aus dem Dienst entlassen, weil er im Januar 2010 während eines Rosenkranzgebetes in einer Kirche beim Sex erwischt wurde, es war Alkohol im Spiel, vielleicht auch noch ziemliche Unreife. Ich möchte hier nichts beschönigen, aber hier wäre eine mildere Strafe angebrachter gewesen. Denn im Vergleich mit dem Polizeichef aus Rosenheim hat hier niemand einen körperlichen Schaden davongetragen. Im Rosenheimer Fall schlägt ein erfahrener und hochrangiger Polizist mehrmals auf einen bereits gefesselten Jugendlichen ein, der bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Gegenwehr zeigte. In der Polizeistation wird der Junge dann noch mit dem Kopf an die Wand geschlagen. Und das nur, weil ein Polizist gestresst war? Und dann bekommt der nur Bewährung und darf im Dienst bleiben? In diesem wirklich schweren Fall wäre die umgehende Entlassung angebracht und Erstattung der Arzt- und Krankenhauskosten sowie hohes Schmerzensgeld an den Jungen. Einem Polizisten und noch dazu ranghohen darf so etwas auf keinen Fall passieren. Wenn ich einen meiner Kunden verprügeln würde, aus welchen Gründen auch immer, hätte ich ab diesem Zeitpunkt sehr viel Freizeit vor mir. Wenn wieder so was passiert und der Beamte wird dann entlassen, könnte der jetzige Fall eventuell als Referenzfall dienen, eine Entlassung müsste dann unter Umständen rückgängig gemacht werden. Aber auch in diesem Fall zeigt sich wieder: die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Dieses Urteil ist genauso unverständlich wie das gegen die Familie aus Schechen, die von der Polizei überfallen und dann angezeigt wurde, obwohl sich herausstellte, dass die Polizisten in das falsche Haus eingedrungen waren. Auch hier bewahrheitet sich wieder, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Roland Mayer

Freising

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