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Unseren Überfluss einschränken

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Hunger und Bevölkerungswachstum; Leserforum 21. Oktober

Viele Vorschläge sind schon gemacht worden, wie man durch ein geringeres Bevölkerungswachstum in Afrika und Asien das drohende Hungerproblem in den Griff bekommen könnte. Die meisten davon klingen vernünftig, ich halte sie aber für zutiefst menschenverachtend. Welches Recht nehmen wir uns heraus, aus unserer satten, europäischen Warte unseren Mitmenschen vorzuschreiben, wie sie ihr Familienleben gestalten sollen? Der erste Schritt muss sein, dass wir unseren Überfluss einschränken auf das, was wir wirklich benötigen, um nicht hungern zu müssen. Warum brauchen wir Lebensmittel aus Ostasien, Südafrika oder Südamerika in unseren Supermarktregalen, anstatt zu unterstützen, dass diese Waren dorthin kommen, wo nicht genug für alle da ist? Derzeit sind in Deutschland Kürbisse aufgestellt, deren Fruchtfleisch gewiss nicht komplett zum Essen verwendet wurde, sondern in der Tonne landete. Solange wir derart verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen, ist jeder „gute Ratschlag“ zur Lösung des Hungerproblems purer Zynismus.

Dr. Georg Glonner

München

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