Vergünstigungen für Rentner

Nicht bewandert; Leserforum 4. August, Dirk Walter: MVV: Kommen Senioren zu billig weg?; Bayern 31. Juli

In Bezug auf die zahlreichen Leserbriefe zu meiner aktuellen Klage gegen die MVG halte ich eine Klarstellung für erforderlich: Die Klage richtet sich nicht dagegen, dass Rentner und Senioren eine vergünstigte Fahrkarte erhalten. Die Klage richtet sich dagegen, dass es unfair ist, wenn auch Personen, die noch voll im Erwerbsleben stehen und deutlich höhere Einkünfte haben, aber eben schon älter als 60 Jahre alt sind, ebenfalls von den (von den jüngeren MVV-Fahrern subventionierten) günstigeren Fahrkarten profitieren. Es wäre ein Leichtes für den MVV, die Gültigkeit einer Rentner/Pensionisten-Karte von der Vorlage eines Rentnerausweises abhängig zu machen. Dies ist dem MVV aber zu viel Aufwand. Dadurch gefährdet man aber gerade die günstigen Tickets für Rentner/Senioren, weil bei mehr Begünstigten automatisch alle geringere Nachlässe erhalten. Müssten auch Berufstätige über 60 Jahren den vollen Preis bezahlen, könnte man die Rentnerkarte weiter günstig halten. Es handelt sich also nicht um eine Klage gegen Rentner, sondern vielmehr um einen Versuch, die Vergünstigungen in fairer Weise sicherzustellen. 

Ulrich Fratton Olching

Wie kommt es eigentlich, dass in nahezu allen Leserbriefen die Fahrkarte für Senioren ab 60 Jahren mit dem Rentenalter gleichgesetzt wird? Ich jedenfalls muss bis 67 Jahre arbeiten und werde das auch tun (aktuell 58). Und ich halte es tatsächlich für einen Akt der Gerechtigkeit, wenn es die verbilligte Seniorenkarte erst ab 65 Jahren gibt. Das ist immer noch unter dem offiziellen Rentenalter. Es ist mir schleierhaft, warum viele Seniorinnen und Senioren immer sofort aufschreien, obwohl es deutlich mehr Kinder und Jugendliche in Armut gibt als Seniorinnen und Senioren.

 Irmgard Hofmann München

Zuerst ein Dankeschön an den Münchner Merkur, dass er diese unschöne Aktion eines 37-jährigen Rechtsanwalt aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck auch so großartig bekannt gemacht hat. Mit dessen Begründungen, warum jetzt Senioren ab 60 Jahre weniger für die Isarcard beim MVV bezahlen müssen wie er, der Herr Anwalt, will ich mich gar nicht auseinandersetzen. Ich halte es mit Fakten und Tatsachen. Die Senioren ab 60 Jahren sind meist Rentner, die sind in Deutschland schon mit kleinen Renten gegenüber den anderen westlichen Ländern benachteiligt. Diese Altersgruppe wird nun auch bei der Auszahlung von fertigen Lebensversicherungen benachteiligt. Ich habe vor Kurzem eine Reise in Spanien gemacht und dort erfahren dass in diesem Land alle Senioren freie Eintritte in Museen und Kirchen und andere staatliche Sammlungen haben. Da fehlt es in unserem Land auch mit solchen Vergünstigungen. Das schönste ist aber dieser Herr Kläger, der meint, man nehme ihm zu viel Geld ab. Beim S-Bahnfahren kann er jede Fahrt beim Finanzamt einreichen, das kann der Senior/Rentner nicht mehr. Man muss schon sehr viel Ungleichgewicht besitzen, um überhaupt auf so etwas zu kommen!

 Manfred Rieger Gernlinden

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