Leserbriefe

Profilierungssucht

Marcus Mäckler: Die Ministerin will kämpfen;Politik 8. November

Merkt denn niemand in diesem weiten und großen Land, dass da jemand im Augenblick dem Verteidigungsministerium vorsteht, dem es eigentlich nur darum geht, sich mit allen Mitteln zu profilieren, nachdem die ehemalige Ministerpräsidentin von der Saar, kurz AKK genannt, seit ihrem Auftauchen neben der Kanzlerin, eigentlich nur in alle möglichen Fettnäpfchen getreten ist?

Zuerst der Vorschlag der Schaffung einer Sicherheitszone in Nordsyrien, der unausgegoren und von Anfang an schlecht überlegt war und eine Beinahkrise in der GroKo auslöste. Jetzt kam der zweite Vorschlag, vermutlich auch aus dem Kanzleramt, mit dem die Kanzlerin ihrer Lieblingskandidatin versucht, AKK wieder auf die Beine zu helfen. Erstens einmal haben wir schon so etwas ähnliches, und zweitens können wir uns mit dieser Wichtigtuerei nicht profilieren, denn wir haben eine schwache Armee, die nicht über die Kampfmittel verfügt, um irgendwo tatkräftig einzugreifen, um eventuelle Streithähne auseinander zu bringen. Und zum Dritten tragen wir die Last unserer Geschichte, die uns sowieso verbietet, irgendwo auf der Welt Polizei zu spielen. Ein altes deutsches Sprichwort sagt: „Schuster bleib bei deinem Leisten“ und ein zweites „Kehren wir lieber vor unserer eigenen Tür“.

Hans-Joachim Acker

Grafing

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