Echte Volksmusik ist Brauchtum

„Der BR und seine Hörer“; Leserbriefe 9. Februar, Rudolf Ogiermann: „Viele wünschen sich ein moderneres Bild“, Interview mit Ulrich Wilhelm; Medien 8. Februar

Bei Heino und Hansi Hinterseer handelt es sich nicht um Volksmusikstars, sondern um Stars der volkstümlichen Musik. Volkstümliche Musik ist Herz-Schmerz, echte Volksmusik ist Brauchtum.

Olga Steinberger Penzberg

Beste Musik für Bayern! Was sollen denn die Leserbriefe! Ich habe kein Problem mit diesem Sender. Ich höre nur Österreich! Dieser Sender kann mir gestohlen bleiben. Wissen die Macher eigentlich, von wem Sie bezahlt werden?

Simon Georg Ering

Meine Erfahrung ist anders, als die gepriesene. Ich habe mir einen Digitalempfänger an meine Stereoanlage angeschlossen. Der Empfang ist nicht immer störungsfrei, an manchen Tagen ist der Ton für mehrere Sekunden, über den Tag verteilt, unterbrochen. Außerdem habe ich festgestellt, dass der Digitalempfang zirka 5 Sekunden später ankommt als auf UKW (getestet mit BR 1). Warum das so ist, ich weiß es nicht.

Willy Westermair Maisach

Sie haben ja so Recht, Herr Karl Kapfhammer! Was waren das für herrliche Zeiten, als im 1. Programm des B R auch noch wunderbare swingende Tanzorchester- und Big-Band-Musik zu hören war. Da war man auch in schlechtester Stimmung nach kurzer Zeit frohgelaunt. Wenn am Morgen James Last „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ spielte, da war sie dann auch stimmungsmäßig in Ordnung. Und wieso gehören eigentlich die Songs eines Louis Armstrong, einer Ella Fitzgerald, die doch auch englisch-amerikanisch singen, Glenn Millers „In The Mood“, Max Gregers „Mitternacht in Moskau’“ nicht auch „zur besten Musik für Bayern“? Wenn von 24 Stunden des Tages ein „A B C“ = American BroadCasting seine musikalische Umweltverschmutzung verbreiten darf, dann wird es doch nicht zu viel verlangt sein, wenn 1 Stunde lang der „Bayerische Rundfunk“ Volksmusik bringt.

Josef Gillitzer Berg

Wollte eigentlich nicht, möchte aber nun doch meinem Unmut Luft machen, BR1-Volksmusik. Man zweifelt ja schon sehr an den Verantwortlichen des Bayerischen Rundfunks! Gibt’s da wirklich keine Möglichkeit die beiden Sendungen, sprich tägl. eine Stunde Volksmusik (nur 50 Minuten) und sonntäglich eine Stunde Blasmusik, weiter über Bayern 1 (UKW) zu senden? Dies ist dar gerade eine liebenswerte Abwechslung ein BR1. Muss man sich denn alles aufsetzen lassen? Ich finde das sehr undemokratisch! Sollten Herr Martin Wagner sowie Herr Ulrich Wilhelm die Programmbereicherung durch traditionelle Volksmusik nicht erkennen, so sind Sie eigentlich fehl am Platz.

 Rosemarie Kluckow München

Ich möchte gerne meinen Jahrzehnte langen Frust abbauen. Wer kratzt dauernd am Bayernland Rum. Wahrscheinlich die oberhalb der Grenze von Bayern. Bin 72 Jahre alt in Bayern geboren und seit ich mich mit dem Leben auseinander setzten muss, stell ich fest das man nur immer den Bayern an den Kragen geht. Egal ob es in der Politik ist (hier haben sowieso nur die im Norden? Etwas zu sagen. Die Bayern lässt man hier zwar mitreden aber gemacht wird nur das was die im Norden wollen. Bayerische Politiker sind wie es mir scheint oben sowie so nicht erwünscht. Dem Brauchtum und der Volksmusik inkl. Rundfunk gehen Sie an den Kragen. Höre Bayern 1 inkl. Volksmusik seit ich denken kann. Immer wieder fällt man über das Brauchtum und Ihre Volksmusik her. Bin in Uffing geboren und noch mit Brauchtum aufgewachsen. Bayern 1 bringt einfach die Musik die die Menschen schon in jüngeren Jahren hörten und die man auch heute noch den ganzen Tag hören kann. Von 17:00 - 19:00 Uhr bekommt man in Bayern 1, das gesagt was den ganzen Tag passiert ist. Die Moderatoren gehen der Sache auf den Grund und hier hat man auch das Gefühl das etwas bewegt wird. Das passt wahrscheinlich vielen Politikern und jenen die etwas zu sagen haben nicht, deshalb muss man die Bayern mundtot machen.

 Maria-Luise Fischer Uffing am Staffelsee

Die Autoren trafen mit dem ganzseitigen Bericht die Lage beim BR. Während viele Leser die Musik beanstanden, habe ich aus dem Artikel herausgelesen, dass wir mit den Gebühren die hohen Renten zahlen sollen. Ich zitiere wörtlich aus dem Münchner Merkur: „Denn der Sender muss sparen: Da ist der 160 Millionen Euro-Neubau in Freimann, steigende Ausgaben und Rücklagen für die Altersversorgung von einem Schwung an Mitarbeitern, kurz vor den Pension, die in Zeiten guter Personalausstattung eingestellt wurden. Und nicht zuletzt tendiert die Bereitschaft der Politik, den Öffentlichen-Rechtlichen die Mittel über den Tisch zu schieben , gegen Null. Der BR streicht auf Kosten der Hörer Sendungen, um Rücklagen für die Rente der Pensionäre zu haben. Unser Beitrag wird für die Deckung der Rente verwendet. Unabhängig der Probleme kommt Rudolf Scolik vom ORF mit 250.000 Euro, Merkel hat 280.000 Euro Gehalt. Es wird behauptet, dass ein Herr Waldemar Hartmann angeblich 800.000 verdient haben soll Man weiß nicht was die Ansager, Anette Betz, Roman Roell usw tun, wenn sie nur alle 3 Wochen eine 30 min. Ansage in der Abendschau machen dürfen. Ferner ist das gleiche mit den Sportreportern, was die unter der Woche machen und zum Wochenende einen 15 min Bericht abliefern. Ich erwarte vom BR Herrn Roman Roell eine Entschuldigung, weil er am 12.1. um 18 Uhr in der Abendschau sagte, „Außerhalb Bayerns sieht man die CSU und Seehofer als Querulanten und ernten nur Spott und Häme.“ „Die Aussage stammt nicht von anderen Politikern, sondern ist der eigene Text des Herrn Roell. Ich sehe nicht ein, Rundfunkgebühren zu zahlen, damit die überhöhten Pensionen und Renten des BR gezahlt werden können. Die Politik unterstützt den BR, weil man eine gute Presse will.

Rudi Aumiller Germering

Endlich spricht Herr Hagen Windolf eines der größten Ärgernisse bei der Musikauswahl von Bayern 1 an: Tagtäglich wird uns der Einheitsbrei rauf und runter aus fast immer gleichen englisch/amerikanischen Titeln aufgetischt. Als wenn es aus den 70er- und 80er-Jahren keine anderen internationalen Topschlager von größter Beliebtheit gegeben hätte! Die Musikredaktion sollte sich mal die Chart-Hits aus diesen Jahren (auch aus den 60-ern) anschauen. Und wenn dann ein deutscher Titel zu hören ist, dann nur niveauloses, unerträgliches Zeug. Wie wäre es, bei Bayern 1 nicht nur die stets gleichen „Hits“ auszutauschen, sondern auch jene Musikredakteure, welche nicht imstande sind, uns endlich mehr erfreuliche bzw. beliebte Oldies zu präsentieren und daher mehr Abwechslung in den grauen Musikalltag zu bringen.

 Klaus Sämmer München

Die Programm – Macher des BR scheinen sich derzeit meilenweit von der Hörerwirklichkeit zu entfernen. Dabei gehen sie sogar soweit, dass sie die Hörer in Interessensgruppen aufspalten und ihnen dann ihre entsprechende Schublade zuweisen. Ein unbedarfter Mensch, der zeitweise gerne unverfälschte Volksmusik hört, wird in die Schublade BR- Heimat verwiesen, und dort hat er gefälligst auch zu bleiben, weil das ja seine Musik ist. Ob dem Hörer das gefällt oder seinen Ansprüchen entspricht, ist nicht besonders wichtig! Und das dazu erforderliche Digitalgerät soll er sich „halt kaufen“! Das Programm BR 1 dagegen lässt man zu einem Einheitsbrei verkommen, der angeblich die Hörerschicht der 50 zig bis 60zig -jährigen anspricht. Hält man die für so minderbemittelt, dass sie sich nur die Schlager der 1970 bis 1980 – Jahre anhören wollen, und dies tagelang? Sollte das 1. Programm nicht alle Hörerschichten ansprechen, ein Mix sein von unterschiedlichen Musikrichtungen und unterschiedlichen Informationsinhalten? Ein gründliches Überdenken der zukünftigen Programmgestaltung wäre dringendst angebracht, und vielleicht befragt man dazu auch noch die Hörer, das wäre ein tatsächlicher Fortschritt!

Hans Huber Taglaching

Die Antworten von Intendant Ulrich Wilhelm auf die Fragen von Herrn Ogiermann sind mehr als dreist: Er kritisiert, dass viele Menschen an „liebgewordenen Gewohnheiten festhalten“ - ja zahlen denn diese Menschen nicht auch ihre Zwangssteuer? Unglaublich diese Frechheit, von den Menschen, die eigentlich „König Kunde“ sein müssten, den vollkommen unnötigen Erwerb neuer Geräte zu verlangen, aber sicher gibt es Provisionen für die entsprechenden Personen beim Rundfunk. Völlig übersehen wird, dass man ja evtl. in jedem Zimmer ein - wenn auch noch so altes aber noch funktionierendes - Radio hat, d.h. man müsste ein Vielzahl von Geräten erwerben, um die gewohnten Lieblingssendungen zu hören - und das ganz ohne Not, nur zum Füttern der Industrie! Wenn die Zuschauer des Bay. Fernsehens im Durchschnitt 66 Jahre alt sind, dann hat das Staatsfernsehen doch gefälligst die Wünsche seines Souveräns zu berücksichtigen und nicht einfach zu ignorieren. Wieder Diktatur: Der Rundfunk will andere Hörer, die Kanzlerin will ein anderes Land mit anderen Menschen - so geht es weiter abwärts mit Deutschland.

Andrea von Beaulieu Marconnay Petershausen

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