Leserbriefe

Vorschläge aus der Bevölkerung

Dorita Plange: Der dramatische Alltag auf der Covid-Station; Im Blickpunkt 11. Januar

Sie schildern die Situation der Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern. In den Pflegeheimen ist die Lage nicht anders. Aber was hat sich seitdem geändert? Außer Sonntagsreden und Lobhudeleien hat sich nichts getan. Das Beklatschen der Leistung für die Protagonisten hilft dem überforderten Personal nicht weiter. Seit Jahren wird über bessere Bezahlung gequatscht, getan hat sich nichts. Die Kommunen jammern über zu wenig Geld, der Staat hält sich vornehm zurück. Von allen Pflegekräften und Ärzten werden unzählige Überstunden geleistet. Aber wie wird das honoriert? Freizeitausgleich aufgrund des Personalmangels ist nicht möglich, also werden die Überstunden ausgezahlt oder verfallen. Doch wer profitiert davon? Richtig, der Staat und die Finanzminister. Bei Überstunden bleibt in der Regel nach Abzug der Steuern die Hälfte übrig. Warum verzichtet der Staat nicht auf diese Besteuerung? Wenigstens das würde die Motivation der Betroffenen etwas erhöhen. Bestimmt kommt dann wieder der Einwand, das der Verwaltungsaufwand zu groß ist. Klar, wenn noch mit Bleistift und Schreibmaschine gearbeitet wird, ist das nachvollziehbar, siehe Gesundheitsämter. Im Digital-Dritte-Welt-Land Deutschland wundert das niemanden mehr. Ja, Herr Spahn, Herr Söder, Herr Scholz und all die anderen Sonntagsredner, nehmen Sie auch mal Vorschläge aus der Bevölkerung auf, dazu müssen Sie nicht einmal das eigene Gehirn einschalten oder auf göttliche Eingebung warten.

Hans Winkler Eitting

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