Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

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Kaum Schäden am Bestand und am Boden

Wälder behutsam bewirtschaften; Leserforum 25. September

Hermann Hoffner behauptet in seinem Leserbrief, dass die Waldbesitzer hierzulande ihre Wälder katastrophal behandeln. Der Boden würde enorm verdichtet, dadurch würden wertvolle Pflanzen und Pilzbestände vernichtet. Diese Behauptung kann ich als langjähriger Leiter verschiedener bayerischer Forstbetriebe so nicht stehen lassen. Tatsächlich bewirtschaften die allermeisten Waldbesitzer heutzutage ihre Waldbestände wesentlich schonender und pfleglicher als je zuvor. Dies konnte nur erreicht werden durch den Einsatz von modernen Ernte- und Rückemaschinen, die- das gebe ich zu- einem forstlichen Laien wie martialische Monster vorkommen. Voraussetzung für den Einsatz dieser Geräte ist allerdings eine gute Erschließung der Waldbestände durch ein Rückegassennetz. Nur auf diesen Schneisen dürfen sich die Maschinen bewegen. Über 90 % der Waldflächen bleiben so unberührt. Hier können sich alle auf dem jeweiligen Standort heimischen Pflanzen ungehindert entwickeln, ohne durch Fahrzeuge aller Art beschädigt zu werden. Der Harvester (Holzerntemaschine) greift sich die vom Waldbesitzer gekennzeichneten Bäume, fällt sie, zieht sie zu Boden, entastet sie und schneidet sie in Segmente, die er neben der Rückegasse ablegt. Das nicht verwertbare Material wie Äste und Gipfelstücke legt er vor sich ab. So entsteht eine Matte, auf der er selbst und das nachfolgend eingesetzte Rückegerät mit den aufgeladenen Stammabschnitten fahren kann, ohne einzusinken und den Boden aufzureißen. Trotz des hohen Gewichtes der Maschinen entstehen so bei gut ausgebildeten Fahrern kaum Schäden am Bestand und am Boden, auch weil der Bodendruck durch besonders breite Reifen und mehrere Achsen sehr niedrig gehalten wird. Die meisten der bis in die Neunzigerjahre angewandten Ernte- und Rückeverfahren (meist mit Schleppern) und ohne festes Rückegassensystem hinterließen vielfach starke Fällungsschäden und oft tiefe Fahrrinnen, teilweise im gesamten Waldbestand. Außerdem ist die Arbeit mit den großen Maschinen weniger gefährlich und deutlich preiswerter als die Fällung durch Waldarbeiter und die Rückung mit Traktoren. Motormanuel wird meist nur noch in den jungen und älteren Beständen gearbeitet. Interessierte Personen können sich sicherlich gerne an die in Ihrer Nähe wohnenden Förster oder Waldbesitzer wenden, um Näheres über die modernen Holzerntetechnik zu erfahren. 

Dr.Volker Rausch Seeshaupt

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