Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Die Wehrmacht als Vorbild?

Wo steht die Bundeswehr?; Leserforum 9. Mai

In vielen Leserbriefen wird die Wehrmacht verteidigt. Aber diese Wehrmacht führte einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und beging zahlreiche Verbrechen in der Sowjetunion, in Jugoslawien, Italien und Griechenland, um nur einige Länder zu nennen. Es wurden Geiseln erschossen, darunter Frauen und Kinder. Ganze Dörfer wurden ausgerottet. Das sollte man 72 Jahre nach Kriegsende nicht verschweigen. Die Wehrmacht kann niemals Vorbild für die Bundeswehr sein. Im Gegenteil muss sie als abschreckendes Beispiel dafür dienen, wie eine Verteidigungsarmee niemals sein darf. 

Hans Hahn Peiting 

Dem Leserbrief von Herrn Manfred Bock kann man nur zustimmen. Es ist eine Beleidigung, jeden, der zwangsweise der deutschen Wehrmacht im Kriege angehörte, mit Wehrmachts=Kriegsverbrechern gleichzustellen. Das erinnert mich an die vom früheren Münchner OB Ude im Rathaus zugelassene Ausstellung „Die Verbrechen der Wehrmacht“, bei der der jungen Generation ein völlig falscher Pauschaleindruck vermittelt wurde und sich nachträglich herausstellte, dass vieles Dargestellte gar nicht zutraf. Eine Korrektur oder gar Entschuldigung blieb jedoch aus. Nebenbei: Es gibt keine Militärmacht, bei der nicht von einzelnen Kriegsverbrechen begangen worden sind (Algerien, Vietnam u.a). 

Hans Rachel Gauting 

Wie sauber war die Wehrmacht? Die Autoren mehrerer Leserbriefe glorifizieren und verharmlosen die deutsche Wehrmacht und präsentieren sie als saubere Armee mit Vorbildcharakter. Alles andere sei Schmähung des deutschen Landsers und eine Schmähung der Vätergeneration. Bei einer Truppe, deren Generäle den Kommissarbefehl, also einen Befehl, gefangen genommene politische Offiziere der Roten Armee ohne Gerichtsverfahren zu erschießen, gegeben haben, ist das nicht möglich. Das ist etwas viel Ehre für die Streitmacht, deren Armee mit dem Umsetzen des Kommissarbefehls, Massenerschießungen von Partisanen für Angst und Schrecken gesorgt und sogar Hilfestellung beim Holocaust geleistet hat. Daneben verwandelte diese Streitmacht Europa in einen Haufen aus Schutt und Asche mit 30 Millionen Kriegsopfern. Die Wehrmacht eignet sich keinesfalls als Vorbild für die Soldaten einer Parlamentsarmee. Das Demokratieverständnis suche ich in den Briefen so mancher Autoren vergebens. Ich empfehle die Auseinandersetzung mit der Wehrmachtsausstellung von Jan Philipp Reemtsma und die Lektüre von Bonvis „Sturmtruppen“. Letzteres ist eine ironische Auseinandersetzung mit Tugenden von vorgestern. In der Bundeswehr sollte so etwas nicht mehr zu finden sein. 

Thomas Wagner Murnau

Endlich einmal Leserbriefe von kompetenten Leuten (Brigadegeneral a. D. Dieter Farwick und Herr Reinhard Brunsch), die Ahnung haben und es auf den Punkt bringen. Wenn ich einige Leserbriefe (viel Halb- oder gar kein Wissen, viel hinein oder uminterpretiert) zu diesem Thema lese, kann ich mir nicht vorstellen, dass von den Leuten, die diese verfasst haben, schon wer einmal mit dem Militär oder Bundeswehr zu tun hatte. Auch sind diese Berichte eine Unverschämtheit den Bundeswehrsoldaten gegenüber, die bei ihren Einsätzen in aller Welt den Kopf hinhalten oder in Vergangenheit ihren Dienst für Deutschland geleistet haben. Aber es ist heute ja leider oftmals so, dass Menschen, die keine Ahnung von der Sache haben, meinen, dies unbedingt kommentieren zu müssen. 

Hans Altenberger Kochel am See

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