Stromlinienförmig

Wirtschaftspolitik für Afrika; Leserbriefe 14. Oktober

Herr Dr. Gränzer aus Attenkirchen bemängelt das Fehlen fachlicher und juristischer Kompetenz zur erfolgreichen Bestellung der anstehenden Problemfelder und schlägt vor, die Wissenschaft in einem nationalen Brainstorming mit Problemlösungen zu beauftragen. Ein fabelhafter Gedanke. Aber, leicht beieinander liegen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Wie soll dieser Körper zusammengesetzt sein und wer bestimmt seine Zusammensetzung? Die Legislative bestimmt das Volk und mittelbar auch die Exekutive. Aber bereits bei der Judikative werden die höchsten Richterstellen durch Parteienproporz bestimmt. Schon einmal hatten wir eine Versammlung, die über die zukünftige Energiepolitik beraten sollte. Ihr gehörten Fachleute wie Reinhard Marx an aber keine Vertreter der Energieversorger. Die bayrische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner führte einen vierteljährigen Dialog mit Fachleuten zur Neuorientierung des bayerischen Energiekonzeptes. Wer diese Fachleute waren ist der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt worden. Es ist zu befürchten, dass die Mitglieder nach Kriterien der bayerischen Staatsregierung ausgesucht waren. Unser Land ernährt Wissenschaftler, denen von Kollegen innerhalb und außerhalb Deutschlands heftig widersprochen wird und die dennoch in der Politik Gehör finden. Daher ist zu befürchten, dass die vorgeschlagene Versammlung entweder stromlinienförmig der offiziellen Politik folgt oder zu einem Schlachtfeld der Wissenden wird. 

Jürgen Griessing Baldham

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