Kleines Dankeschön

Staatsbetrug an Rentnern; Leserforum 15. September

Ich höre öfter Klagen, dass man für Witwen-Renten Krankenversicherungsbeiträge zahlen muss. Es ist doch so, dass man als Berufstätiger nur für die eigene Rente Beiträge einzahlt. Die Höhe richtet sich nach dem Gehalt, dem jedes Jahr neu ausgehandelten Prozentsatz und besteht aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Anteil. Für etwaige Witwe/Witwer-Renten ist kein zusätzlicher Beitrag zu entrichten. Ich mache folgende Rechnung auf: Ein 70-Jähriger stirbt, er war mit einer 50-jährigen Frau verheiratet. Seine Witwe erhält vielleicht noch 40 Jahre Witwenrente von der Allgemeinheit. Warum sollte sie dafür keine Krankenversicherung bezahlen, sozusagen als kleines Dankeschön an die Allgemeinheit der Versicherten.

 Ilse Bub Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Bezugnehmend auf den Leserbrief „Staatsbetrug an Rentnern“ vom 15. September 2017, möchte ich mich den Ausführungen von Herrn Josef Reischl anschließen. Die Krankenkassenbeiträge werden mit dem vollen Beitragssatz, einschließlich Pflegeversicherung und Zusatzbeiträge, abgezogen. Die Krankenkassen erhalten dadurch Beiträge, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Das empfinde ich als Abzocke der Witwen. Mich würde es interessieren, wohin die Gelder gehen!! Ich möchte außerdem noch einen wesentlichen Punkt ansprechen. Die Witwen bzw. die Witwer werden sofort in die schlechteste Steuerklasse (Steuerklasse I) eingestuft. Das bedeutet eine hohe finanzielle Belastung, und Nachzahlungen, sodass die zweite Säule (z.B Immobilie), die man sich im Laufe des Lebens aufgebaut hat, gefährdet ist, da die Kosten (Versicherungen, Grundsteuer, Kaminkehrer,etc.) sich bei einer alleinstehenden Person nicht verringern. Außerdem habe ich feststellen müssen, dass die Beerdigungskosten die ja in die Tausende gehen, auch vom Finanzamt nicht anerkannt werden als außergewöhnliche Belastungen. So viel zum Wahlthema „soziale Gerechtigkeit.“ Nach 50 Jahren Ehe fühle ich mich vom Gesetzgeber im Stich gelassen und fühle mich dahingehend diskriminiert als alleinstehende Person behandelt zu werden. Zu den erheblichen finanziellen, kommen auch noch die emotionalen Belastungen hinzu. Das wäre aber ein Thema für sich. 

Gerda Richter Erding

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