Bikini oder Burkini?

Felix Müller: Viel Lärm um einen Hauch von Nichts; München 9. Juni

Die Kritik an der Calzedoniawerbung ist nur vordergründig albern, letztlich aber gesellschaftspolitisch ein brisanter Mosaikstein. Die political correctness treibt immer skurrilere Blüten. Während die 68er Generation die Frau noch sexuell befreien wollte, möchten ihre prüden Enkel das Zeigen von Bikinis verbieten. Dabei harmoniert ihre antisexistische Zielvorstellung hervorragend mit den Grundsätzen der grünen Religion. Die Motivation, die Frau zu schützen – egal ob sie will – ist sogar ähnlich. In beiden Fällen handelt es sich um einen Akt der Bevormundung. Sexistisch oder gar pornografisch ist die Abbildung keinesfalls, dazu ist das Model zu wenig prall. Die korrekte und zukunftweisende Abbildung der Dame wäre wohl mit Burkini. Für wahrhaft weltoffene Feministen und Feministinnen sollte das Ziel doch eher Gleichberechtigung in Freizügigkeit sein. Männliche Models in Badehose im Wechsel mit weiblichen! Welcher Mann fände das sexistisch? 

Dr. Max Breitschaft München

Nacktheit gehört zum Leben, man sollte nur wissen, wo sie angebracht ist. Auf öffentliche Plätze gehört sie nicht, auch aus Gründen, die sich wohl jeder denken kann. 

Bärbel Bauer Grafing-Bahnhof

Was soll an dieser Bikini-Frau sexistisch sein? Wie soll man sonst für Bademoden werben? 

Walter Schiel derzeit in Kaltern/Südtirol

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