Abgrenzung

Andreas Thieme und Angelika Klingenfuß: Recht vor Religion; München 18. März

Wann kommt hierzulande endlich das viel diskutierte Burka bzw. Verschleierungsverbot wie in Belgien, Frankreich oder der Niederlande? Muss eine Richterin tatsächlich mit einer Muslima lang und breit diskutieren, ob sie in einem Prozess ihr Gesicht zeigt? Jede/r Deutsche oder Person anderer Nationalität dürfte sich auch nicht vermummt in den Zeugenstand stellen. Es ist empörend, das eine 43jährige Muslima, aufgewachsen in München, sich scheinbar in all den Jahren nicht soweit integriert hat, die hiesigen selbstverständlichen Gepflogenheiten anzuerkennen und auch noch respektloses Verhalten gegenüber Justizbeamten an den Tag legt. Zum sozialen Miteinander gehört nun auch mal, das wir hier offen unser Gesicht zeigen, in der Mimik des Gegenüber lesen, um einander begegnen und einschätzen zu können. Das Tragen einer Burka / Niqab zeugt für mich von optischer und emotionaler Abgrenzung und fehlender Bereitschaft zur Integration. Sie errichtet eine Barriere zur Umwelt. So bleibt man unter seinesgleichen, so entstehen die gefürchteten Parallelgesellschaften. Der archaisch-martialisch anmutende Anblick ist noch dazu nicht gerade vertrauenserweckend. Abgesehen von Fragen zur inneren Sicherheit, denn auch Frauen lassen sich radikalisieren und können die Burka missbrauchen. Wie sollen diese Frauen in unserer Gesellschaft Freundschaften und Kontakte knüpfen, in diesem „Outfit“ gar Jobs bekommen? Religion geht für sie über alles, da verzichten sie dann eben lieber auf einen Job und somit Unabhängigkeit, als auf das Kopftuch oder die Totalverschleierung, wie schon einige Muslima in TV Beiträgen bekundeten. Auch wenn sich einige dieser Frauen nicht immer darüber bewusst sind, da sie seit Jahrhunderten konditioniert wurden, finde ich es ebenso frauenverachtend. Haben Sie einer Muslima in einem Café schon mal dabei zugesehen, wie sie sich abmüht, ein Stück Kuchen zu essen?….Manche muslimische Mädchen quälen sich im Schwimmunterricht in unbequemen, vollgetränkten Burkinis oder verstecken sich schreiend vor plötzlich den Turnsaal betretenden männlichen Lehrern, wie mir eine Lehrerin berichtete. Mich persönlich ärgert es, wenn ich daran denke, dass Generationen von Frauen im Westen unter schwersten Bedingungen und Opfern für die Gleichstellung, Freiheit und Selbstbestimmung der Frauen gekämpft haben. Der Anblick verschleierter Frauen hier befördert uns in längst überwunden geglaubte Zeiten zurück, passt nicht in unsere Kultur und ist befremdend im Straßenbild. Reist man als Frau in den Iran, wird man noch vor dem Verlassen der Flugkabine aufgefordert eine Kopfbedeckung anzuziehen! Ist das unter dem Deckmantel „Religionsfreiheit“ nicht hierzulande falsch verstandene Toleranz? Alle reden über Integration, das Burkaverbot ist für mich ein ganz wichtiger Baustein hierzu. Bei bereits erwachsenen muslimischen Frauen mag es vielleicht zu spät sein, aber ihre Töchter haben dann wenigstens eine Chance in dieser Gesellschaft akzeptiert zu werden.

 Nicole Leserer Deisenhofen

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