Einheitliches System erforderlich

Felix Müller: Elektroautos: München fördert Handwerker; München 6. April

Berichterstatter Felix Müller hat es richtig kommentiert: Eine Prämie (und eine Abwrackprämie, die schon mal mehr Schaden als Nutzen gebracht hat) ist nicht der richtige Weg („ ...welche sie nicht brauchen.“). Erst mal Handwerker für das Elektroauto zu begeistern mag zutreffend sein, aber schließlich muss es einmal die Masse ausmachen. Aber allein schon das Gefeilsche darum zeigt, dass die Politik nicht wirklich an einem Umstieg interessiert ist (wie ja auch bei der Energiewende). Einen größeren Ansporn, sich einen „Stromer“ zuzulegen, sehe ich in einem langfristigen, sehr zinsgünstigen oder sogar zinsfreien Darlehen, z.B. über die KfW oder Banken, die fürs Geldparken Negativzinsen zahlen müssen. Dies sollte doch für den Staat (also dessen Bürger) günstiger als eine Prämie sein. Die Möglichkeiten, welche die Banken anbieten, sind bei Effektiv-Zinssätzen von rund 6% und verbleibenden Restsummen bei kürzeren Laufzeiten für mich und wohl vielen anderen Interessenten ohne großen finanziellen Hintergrund nicht erschwinglich. Zudem sollte es nicht nur für reine Elektroautos gelten, sondern auch für Hybridfahrzeuge oder auch durch Wasserstoff / Brennstoffzellen angetriebene. Wir werden die Mischformen (z.B. Power to Gas und Power to Liquid) noch sehr lange brauchen, wahrscheinlich sogar auf Dauer. Und stimmen müssen vorher die grundsätzlichen Rahmenbedingungen, also die Produktion günstiger Batterien und deren schnellen Lademöglichkeit. Dazu ist aber auch ein einheitliches System erforderlich. Dann stellt die Reichweite auch kein großes Problem dar. Vielleicht wird Tesla auch hier zum Antreiber. Leider ist das System von Better Place daran gescheitert, dass man sich nicht auf eine einheitliche Bauweise bei der Platzierung der Batterien im Auto einigen konnte. Hier hätte ein Batteriewechsel nicht mehr Zeit benötigt, als heute das Füllen eines Tanks.

 Ingrid Novosad Planegg

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