Es geht um alles

Janina Ventker: „Die EU ist notwendig für den Frieden“; München, Das geht gar nicht; Leserforum 10. April

Chapeau, für Herrn Dr. Hans-Jochen Vogel! Endlich geht unsere Jugend auf die Straße, um sich zur EU zu bekennen. Es war höchste Zeit! Was in letzter Zeit in der Presse an ihr herumgemeckert wurde, verkannte, um was es eigentlich geht. Es geht um alles, um die Aufrechterhaltung des Friedens und der Freiheit, wie Adenauer das damals ausrief. Wer erinnert sich noch an die Tränen der beiden Staatsmänner de Gaulle und Adenauer? Ich, heute 98 Jahre alt, war in München dabei und konnte ebenfalls meine Tränen nicht zurückhalten. Europäer, denkt doch endlich daran, wie wir uns gegenseitig mordeten! Wir haben den längsten Frieden seit 200 Jahren und noch mehr erlebt, und Ihr Ewiggestrigen und Erbsenzähler, Euch würde ich am liebsten mit einem Riesenbesen aus unserer EU kehren. Die Kundgebung in München am Wochenende wäre schon ein Kommentar auf Seite 2 wert gewesen. Wenigstens hat Herr Dr. Georg Glonner in seinem Leserbrief den Wert unseres Zusammenhalts zum Ausdruck gebracht. Hey, Ihr jungen Leute, geht weiter auf die Straße und macht Druck! Wir alle haben zu lange zugeschaut, wie die Ewiggestrigen in den Gazetten mit ihren Bedenken die großen Errungenschaften kleinredeten. 

Karl Theodor Emmel Seeshaupt

Gut so! Man darf das Friedens- und Stabilitätsmodell Europa beileibe nicht genügsam als selbstverständlich voraussetzen. Es befindet sich keineswegs auf Autopilot und bedarf schon mannigfaltiger Anstrengungen, damit es in die weite Zukunft gerichtet so bleibt. Besonnene und dazu berufene Politiker müssen entschlossen überzeugende Akzente setzen, Argumente liefern und dabei außer Frage stehende Errungenschaften selbstgewiss ins rechte Licht rücken, um die Deutungshoheit gegen allein populistisch motivierte, gewissenlose Europa-Skeptiker zu verteidigen. 

Thomas Prohn Erding

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