An die Ursachen

Doris Richter: „Tausende Betten in alten Büros“; München 21. Dezember, Claudia Möllers: „Deutschland wird nicht islamisch“; Bayern 19./20. Dezember

Beim Betrachten der sehr informativen Aufschlüsselung der Flüchtlinge auf die bayerischen Gebietskörperschaften sind mir folgende interessante Tatsachen aufgefallen: 1. spielen syrische Flüchtlinge - entgegen der landläufig verbreiteten These - nur eine untergeordnete Rolle; in keinem Kreis sind sie dominierend, sondern „im Mittelfeld“. 2. die meisten und dominierenden Herkunftsländer der Flüchtlinge sind seit langem schon Krisenherde bzw. Kriegsgebiete (z.B. Nigeria, Afghanistan, etc.); teilweise schon seit Jahrzehnten (als ich als Bub noch brav für Brot für die Welt gespendet habe). 3. Viele kommen aus Gebieten, in denen schlichtweg Not herrscht (z. B. Eritrea), aber keine politische Verfolgung. Diese zugegebenermaßen sehr traurigen Zustände gibt es schon seit langem; seit wann kommen aber auf einmal so viele Flüchtlinge? Zwei Effekte haben die Menschen in Bewegung gesetzt: In den sozialen Netzwerken ist in ganz Afrika bekannt geworden, dass die deutsche Kanzlerin (und viele Bürger und Medien) eine explizite Willkommenskultur der offenen, unkontrollierten Grenzen und mit Willkommensgeschenken für jedermann ausgerufen hat. Angesichts der lang anhaltenden Zustände in den meisten Herkunftsländern ist jede Forderung utopisch und schlichtweg naiv, man müsse „umgehend die Fluchtursachen beseitigen“. Man blicke nur nach Äthiopien, Palästina oder ins Kosovo. Dort haben schon viele Mächtige versucht Frieden zu schaffen und lebenswerte Zustände für jedermann zu schaffen – leider vergeblich.

Helmut Stadtmüller München

So schaffen wir es nicht, verehrte Frau Bundeskanzler! 250 000 nicht registrierte Flüchtlinge und ein Dutzend Syrer mit gefälschten Pässen unterwegs! Die Umsetzung von Beschlüssen und die Grenzsicherungen funktionieren noch immer nicht. Die Polizei schlägt Alarm. Die Polizei weiß nicht, wer in das Land einreist. Staatsgefährdend seien diese Zustände! Etliche der 250 000 Nichtregistrierten spekulieren auf Schwarzarbeit oder andere kriminelle Betätigungen. Nicht jeder syrische Flüchtling ist automatisch ein Gutmensch. Das Staatsversagen setzt sich unermüdlich fort. In bestimmten Kreisen hat sich schon längst rumgesprochen, dass man mühelos im Schlaraffenland einreisen kann. Die EU zerreißt es an diesem Problem. Willkommenskultur und Menschen in Not ist die eine Sache. Aber die andere ist, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, einmal den Amtseid ablegten, mit dem Kerninhalt: Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Das Hauptproblem ist, dass in Wirklichkeit nichts an Maßnahmen greift , oder 1:1 umgesetzt wird . Sie lassen sich beim Parteitag für eine Leistung feiern , die ganz alleine das Volk trägt . Wir tragen auch die Risiken , die Sie eingehen . Mir scheint Sie haben sich hinter Ihrer Mantra „ Wir schaffen das „ verschanzt . Ihre Partei folgt in Ihnen geschlossen um nicht noch die Macht zu verlieren . Bringen Sie endlich. Ihren Laden in Schuss und sorgen Sie für ein Funktionieren von Staat und Staatsorganen , sonst schaffen wir es ganz bestimmt nicht . Tauschen Sie notfalls unfähige Mitarbeiter gegen Fähige aus . Und retten Sie sich bitte nicht immer von Gipfel zu Gipfel . Handeln Sie rasch und nicht in Trägheit und Lethargie! Und machen Sie uns nicht glauben, dass ganze würde den Bürger nichts kosten. Ich habe sehr große Angst, dass wir es so nicht schaffen und uns Alles um die Ohren fliegt Und mit meinen Ängsten bin ich nicht alleine . Dabei bin ich weder Rechts noch Links ! Sondern nur ein nachdenklicher Bürger! Und wenn ich Sie das nächste Mal nicht wieder wähle , dann nur aus dem einzigen Grunde dass in diesen Krisenzeiten der Staat nicht funktioniert . Und das wäre Ihre Aufgabe ! Sonst müssten Sie sich irgendwann eingestehen : Wir haben es nicht geschafft ! Und dann?

 Helmut Nau Murnau

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