Alle haben sich an das Gesetz zu halten

Stefanie Wegele: „15-Jähriger fasst Schülerin in die Bikinihose“; München 12. Januar

Dieser Vorfall im Münchner Michaelibad zeigt: es ist dringend an der Zeit, dass in unserer Gesellschaft einige wichtige Dinge nachjustiert werden: Die jungen Orientalen bei uns brauchen unbedingt sofort solide Integrationskurse, die sie mit deutschen Verhältnissen vertraut machen. Seien wir ehrlich – die Jungs haben im Bad vermutlich erstmals in ihrem Leben auf engstem Raum fast-nackten Mädchen gegenübergestanden. Wenn da mal bei 15-jährigen eine Sicherung durchbrennt, dann sollte man das nicht gleich kriminalisieren. Aber natürlich müssen sie wissen, was in Deutschland geht und was nicht. Bei dieser Gelegenheit müssen wir aber auch klar feststellen, dass eine milliardenschwere Pornoindustrie unserer Gesellschaft heute fest im Griff hat: Gerade die jungen Mädchen tragen allzu sexy Kleidungsstücke, die bereits wiederholt so manchem Schuldirektor zu strikteren Kleiderordnungen bewegt haben. Es schadet vielleicht gar nichts, wenn wir unabhängig von orientalischen Halbwüchsigen unsere Kleiderordnung unseren Moralvorstellungen angleichen. Unsere Gesellschaft ist unter der Oberfläche erzpatriarchalisch geblieben und sieht Frauen leider immer noch viel zu sehr als Lustobjekte. Das kommt ja auch im Verhalten der Orientalen zum Ausdruck. Achtung und Respekt von Frauen in Deutschland sieht für mich anders aus. Indem sie derartige Berichte derzeit so in den öffentlichen Vordergrund drängen, bauen die Medien bedauerlicherweise unter dem Deckmantel falsch verstandener Pressefreiheit ein starkes Feindbild/Vorurteil gegen Flüchtlinge aus dem islamischen Raum auf; gegen Leute, die unsagbares Leid erleben mussten und bei sich zu Hause nach wie vor um ihr Leben fürchten müssen. Das aber ist der schnellste Weg in einen Bürgerkrieg! Ich mahne dazu, vorurteilslos aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, einander kennenzulernen, damit man einander versteht, einander achtet und sich aufeinander zu bewegt. Nur so funktioniert Integration. Bedenken wir: Trotz der Flüchtlinge sind immer noch mehr als 90 % hierzulande Deutsche, unsere Welt ist im Wandel und wer sich nicht ändern will, auf den trifft zu, was Michail Gorbatschow einst sagte: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.

Karodin Tarien München

Meine Großeltern kamen vor über 50 Jahren nach Deutschland. Sie kamen nach Deutschland, weil Italien ihnen etwas nicht geben konnte und zwar Arbeit. Sie kamen mit sieben Kindern in ein fremdes Land und in eine fremde Kultur. Sie beide waren bis zu ihrer Rente in Deutschland berufstätig. Meine Großeltern haben sich trotz dieser langen Zeit immer wie Gäste benommen. Sie haben die Tradition akzeptiert und respektiert. Sie haben, so gut es ging, die deutsche Sprache gelernt und sich hier integriert und angepasst. Genau so wie meine Tanten und Onkel. Und obwohl wir aus dem Ausland kommen, habe wir uns von Generation zu Generation immer besser integriert und angepasst. Deutschland ist unsere Heimat geworden, aber unser Herz ist immer in Italien. Ich muss aber auch zugeben, dass es auch Ausnahmen gibt, überall gibt es schwarze Schafe. Ich will hier nicht alle Italiener in den Himmel loben. Was in letzter Zeit in Deutschland passiert ist sehr beunruhigend. Menschen die aus dem Krieg fliehen müssen, die alles zurück lassen müssen, die Familie verloren haben, die einfach ihr normales Leben verloren haben, diesen Frauen, Kindern und Männern muss geholfen werden – ohne Frage! Aber es kann und darf nicht sein das man sich in Deutschland nicht an Gesetze hält und die Menschen nicht respektiert. Das jüngste Beispiel in Köln hat gezeigt, dass sehr viele meinen, sie können tun und lassen, was immer sie wollen. Und das schlimmste – der Staat schaut zu, die Regierung macht nichts! Es ist nicht richtig, alle Flüchtlinge zu verurteilen, aber wenn man solche Bilder sieht, dann fällt das sehr schwer und darunter leiden die Menschen, die die Hilfe wirklich brauchen. Man stelle sich das Szenario anders vor: Wir müssten aus Deutschland fliehen. Wir kommen in ein fremdes Land, auch wir müssen uns an die Gesetze halten, auch wir müssen deren Kultur respektieren und akzeptieren auch wir müssen uns integrieren und wir würden garantiert nicht die Leistungen erhalten wie man sie in Deutschland bekommt. Man stelle sich vor, wir würden alles machen, was uns gefällt und uns respektlos verhalten. Wir würden es nicht überleben. Ich sage es nochmal: Hilfe für Bedürftige ist wichtig und es muss geholfen werden. Und allen vorzuwerfen, sie kommen nur wegen des Geldes, ist ebenfalls falsch. Es gibt Menschen die unsere Hilfe brauchen. Aber Gesetzesbruch, Straftaten, Asylbetrug, gewalttätiges Fordern, Missachtung unserer Grundwerte und Grundrechte, Respektlosigkeit gegenüber der Kultur und Tradition und insbesondere Gewalt gegen Frauen und Kindern darf nicht toleriert werden. Wir halten uns auch daran. Man darf nicht die eigene Bevölkerung vergessen. Die Rentner, Berufstätige, Alleinerziehende, Obdachlose usw. Wir müssen auch an unsere Probleme denken. Und wenn man mich jetzt in irgendeine Ecke stellen will, ich bin auch Ausländer, ich bin ein italienischer Staatsbürger geboren und aufgewachsen in Deutschland.

Antonio Pisu Schwabmünchen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

U-Bahn verlängern
Sascha Karowski: Express-S-Bahn nicht vor 2037; München 18. Januar
U-Bahn verlängern
Machen Sie Rabatz!
Tobias Scharnagl: „Wenn er zurückgeht, ist er tot“; Festnahmen am Hauptbahnhof; München 16. Januar
Machen Sie Rabatz!

Kommentare