Es gibt Alternativen zu Tierversuchen

Felix Müller: „Hochburg für Tierversuche“; München 30. Juli

Grundsätzlich ist in Deutschland jeder Tierversuch anzumelden. Je nach Bundesland sind hier unterschiedliche Behörden zuständig. Der Antragsteller muss sein Vorhaben erläutern und die voraussichtlichen Belastungen für das Tier darstellen. Außerdem muss er nachweisen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, seine wissenschaftliche Frage zu beantworten als einen Tierversuch. Genau hier versagen die Genehmigungsbehörden. Denn sie sind auf Grund ihres Fachwissens gar nicht in der Lage zu kontrollieren, ob die Ausführungen des Antragsstellers stimmen oder nicht. So wird dem überwiegenden Teil der Tierversuchsanträge zugestimmt. Die „Vereinigung der Ärzte gegen Tierversuche“ listet haarsträubende Projekte auf, wie zum Beispiel die Beschreibung eines Versuchs, bei dem künstliche Herzinfarkte an Hunden ausgelöst wurden, indem man die Arterie mit Schlingen abband. Der Erkenntnisgewinn für den Menschen durch diese Quälerei ist gleich Null. Aber der Versuch wurde genehmigt. Genauso wie Kaninchen chemische Substanzen in die Augen zu spritzen, um Kosmetika zu testen. Tiere sterben lassen für faltenfreie Gesichter? Das ist nicht akzeptabel. Forschung und Industrie suggerieren uns, dass Tierversuche letztlich für die Erhaltung der Gesundheit des Menschen unabdingbar sind. Aber es gibt längst Alternativen zu Tierversuchen, die allerdings aufwändiger und dadurch kostenintensiver sind. Viele Forschungsinstitute stehen wohl auch auf dem Standpunkt: „Wir haben das immer schon so gemacht.“ Was können wir Verbraucher tun? Verschiedene Tierschutzverbände haben Listen von Firmen erstellt, die ihre Produkte ohne Tierversuche entwickelt und hergestellt haben.
Klaus-Bernd Heer
Wallgau


Es ist lachhaft, wenn es heißt: Bislang wurde von den Behörden nur überwacht, wie die Tiere gehalten wurden, nicht, wie mit ihnen umgegangen wird. Denen ist es doch vollkommen egal, was mit den Tieren passiert. „Aufgrund von Personalmangel“ – dann sollen sie halt mehr Leute einstellen und nicht soviel Geld für Unnötiges vergeuden. Warum muss man überhaupt Tierversuche machen, wo doch längst erwiesen ist, dass es gar nichts bringt, weil Tiere anders reagieren als der Mensch. Naja, Schmerzen haben sie sicherlich genauso und sie leiden auch noch mehr, da sie nicht verstehen, was mit ihnen passiert. Aber es gäbe sicherlich einige Alternativen, zum Beispiel Schwerverbrecher, Mörder und Kinderschänder, die man für solche Versuche gerne nehmen könnte, denn die haben genug Leid verursacht. Es würde der Menschheit dienen und den Tieren viel Leid ersparen. Hoffentlich werden die Tierschützer zu diesem Thema wieder aktiv. Aber bis wirklich was passiert, wird viel Zeit verstreichen. Und es wird weiter gequält.
Marina Salicki
Mammendorf

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