Anleinpflicht durchsetzen

Andrea Lindner und Andreas Thieme: Wildernde Hunde am Hinterbrühler See; München 26. Februar

Innerhalb weniger Monate wurden aufgrund Missachtung der Anleinpflicht im Schlosspark vier Rehe von Hunden qualvoll getötet, was die Frage aufwirft, wie lange die Parkverwaltung dem rücksichtslosen Treiben vieler Hundebesitzer noch tatenlos zusehen will. Solange bis es nach den Hasen keine Rehe im Park mehr gibt? So erweckt die Aussage der Parkverwaltung, dass für sie die Freiheit und Entspannung der Hundebesitzer Vorrang hat den Eindruck, dass auch hier die Münchner Hundelobby um Stadträtin Menges großen Einfluss hat. Denn seit 2008 sind allein in München über 100 Rehe (Hasen, Igel, Wasservögel nicht mitgezählt) durch Hunde getötet worden, ohne das Maßnahmen zum Schutz der Wildtiere getroffen wurden, wie ein absolutes Hundeverbot im Schlosspark und am Hinterbrühler See. Denn auch dort wurden aufgrund Missachtung der Leinenpflicht bereits etliche Wildtiere von Hunden getötet, weswegen eine Anleinpflicht immer bußgeldbewehrt sein sollte, denn nur wenn es Hundehaltern an den Geldbeutel geht, sind sie belehrbar. Im Übrigen ist die Parkverwaltung verpflichtet, ihre Leinenpflicht durchzusetzen sobald etwas passiert ist, weil jagende Hunde nicht nur eine Gefahr für Wildtiere, sondern auch für Menschen sind. Was ich auch vermisse, sind wie beim Wolf Abschussforderungen der Politik. Ist zwar für den Hund bedauerlich, aber mit Wildtieren haben viele Hundebesitzer auch kein Mitleid. 

Christian Wendt Gräfelfing

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