Beliebter Schauspieler aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist tot

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Jetzt gilt’s: Olympia ja oder nein?

Thomas Schmidt: „Wo München 2022 olympisch wäre“; München 7. November

Jeder, dem die Zukunft Garmisch-Partenkirchens am Herzen liegt, muss am Sonntag 10. November, mit „Nein“ stimmen. Was ist der längerfristigen Entwicklung unseres Ortes nicht dienlich? Die Vorbereitungen einer Megaveranstaltung, die in knapp einem Jahrzehnt stattfinden soll, mit all den damit verbundenen finanziellen, organisatorischen und bautechnischen Aktivitäten und ihren Spätfolgen. Das Beharren auf Wintertourismus, der sich, zumindest was den Skisport betrifft, zunehmend nur mittels energieaufwändiger, die Umwelt belastender technischer Krücken (künstliche Beschneiung) realisieren lässt. Das Zurückfahren anderer Entwicklungsprojekte sozialer und kultureller Art, die nicht in direktem Zusammenhang mit Olympia 2022 stehen. Wozu ist uneingeschränkt „ja“ zu sagen? Einer Stärkung der ohnehin zunehmenden Tendenz zum Sommer-, idealerweise Ganzjahrestourismus. Dies erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den erforderlichen Maßnahmen. Hierzu zählen der Ausbau des lokalen und regionalen Radwegenetzes, auch für Rennradler und Rollerskisportler, die Etablierung einer variantenreichen qualitativ hochstehenden Gastronomie, (Wieder-)Belebung des reizvollen Ortsteils Partenkirchen sowie die Bereitstellung eines umfangreichen und abwechslungsreichen Kulturangebotes, welches auch aktuelle Strömungen berücksichtigt (Vergleiche Schloss Elmau!). Kurz: Längerfristig ist ein Imagewandel unseres Ortes angesagt. Olympiaort sind wir schon seit 1936.
Prof. Dr. Christoph Elschenbroich Garmisch-Partenkirchen

Dass es bei Olympia eigentlich um den Sport geht, wird derzeit leider immer wieder vergessen. Überlagert wird sie von der Diskussion um das Non-OCOG-Budget in Höhe von 1,8 Milliarden Euro für die notwendigen Investitionen der öffentlichen Hand. Wählerinnen und Wähler wurden bislang aber nur ungenügend darüber informiert, dass in den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro sowieso ausgelöst werden, egal ob Olympia kommt oder nicht. Der Zusatz beträgt also nur rund ein Drittel. Und auch hierfür ist alles für eine breite Verwendung nach den Spielen gedacht. Der Steuerzahler zahlt also nur für das, was dauerhaft bleibt. Kein Kindergarten wird wegen Olympia weniger gebaut. Die Hallen des Olympiaparks in München müssen nach 40 Jahren renoviert und in Sachen Energieeffizienz dringend saniert werden. Das wird ohne Winterspiele schwierig bis unmöglich. Die Folge wird sein, dass der Park, der in der Geschichte der Olympischen Spiele die größte Nachnutzung weltweit besitzt, stückweise an Attraktivität verlieren und nachfolgenden Generationen nicht mehr in dem Maß wie heute zur Verfügung stehen wird. Unsere Zukunft sind aber die jungen Menschen, die auch und gerade in sportlicher Hinsicht gefördert werden müssen. Olympische Winterspiele sind der ideale Motor, um die Jugend für den Sport dauerhaft zu begeistern. Daher sage ich JA zu den Spielen in München und Oberbayern! Lasst uns München 2022 als krassen Gegenentwurf zu Sotschi 2014 verwirklichen! Zeigen wir der Welt und dem IOC, dass Winterspiele auch ohne Geldverschwendung und Umweltzerstörungen möglich sind. Tobias Kuner Neuried Ich fahre im Alter von 63 Jahren täglich zur Arbeit nach München, nicht gerade der große Spaß! Es ist leider eine Tatsache, dass der Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Südbayern hinsichtlich Arbeitsplätze, Einkommen und der Infrastruktur mit am Ende der Skala steht. Auch ohne Olympia wären hier in Zukunft große Investitionen erforderlich. Man mag davon halten was man will, aber diese lassen sich mit Olympia 2022 sicher leichter durchführen. Also gebt gerade den Jugendlichen hier im Landkreis eine Chance für die Zukunft und sagt ja zu Olympia 2022! Heinrich Lanz Garmisch-Partenkirchen

Ich lehne die Sport-Olympiaspiele grundsätzlich aus folgenden Gründen ab: 1) Die erhabenen Ideale von fairem Wettkampf und Völkerversöhnung stehen seit langem nur noch auf dem Papier. Doping und die Jagd nach dem großen Geld verderben den Leistungssport, wo die Dritt-Welt-Staaten, die sich keine teure Sportförderung leisten können, ohnehin keine Chance haben. Zudem gibt’s immer wieder Korruptionsgerüchte bzgl. der Vergabe der „Spiele“, die gelegentlich politisch missbraucht werden wie von den Nazis 1936. 2) In allen olympischen Disziplinen gibt es Weltmeisterschaften. So sind die Olympischen Spiele unnötig. 3) Die finanziellen Ausgaben für die Errichtung und vor allem für den Unterhalt der nach den „Spielen“ überflüssigen Sportstätten sind enorm. 4) Die Folgen für die Umwelt durch Baumaßnahmen sind beträchtlich. 5) Die Erfahrung zeigt, dass die Wirtschaft im Austragungsland wenig von dem Rummel profitiert. 6) Der Pressewirbel um die Spitzensportler vermittelt letztlich ein falsches Menschenbild. Nicht Muskeln und Edelmetall zählen, sondern der Charakter. Ich bewundere eine Krankenschwester, die in der Stille ihre Arbeit tut, mehr als einen Olympia-Sieger. Christian Fuchs Gutenstetten

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