Landbewohner leiden auch

Tobias Scharnagl: Stickoxid: Anwohner sperren Straße; München 26. Juli

Hat schon einmal jemand daran gedacht, dass nicht nur München unter Luftverschmutzung und Abgasen leidet? Das langsam unerträgliche Gezeter mit Fahrverboten, Dieselverbot, Umweltverschmutzung usw. geht einem gewaltig auf die Nerven. Im Umland von München ist es an den Wochenenden nicht anders wie in München. Wochentags kommen die Landbewohner in die Stadt und verpesten die Luft, am Wochenende kommen die Stadtbewohner in das Umland und verpesten dort die Luft. Hier besonders an den München nahen Seen. Wie sieht es an den Seen und links und rechts der Autobahnen und Zufahrtsstraßen aus? Am Wörthsee, Ammersee, Starnberger See, Chiemsee usw. ist es ebenso unerträglich. Hier wird herumgekurvt und nach Parkplätzen gesucht, am besten gleich auch noch kostenlose und möglichst direkt vor dem Badeplatz, die Umwelt interessiert da einen Dreck. Von zugeparkten Rettungswegen ganz zu schweigen. Bei der Hinfahrt in die sogenannten Naherholungsgebiete gibt es endlose Autoschlangen von München heraus und am Abend die gleichen Autoschlangen nach München zurück. Und das überwiegend auch noch in Staus, natürlich mit nicht ausgeschaltetem Motor wegen der Klimaanlagen. Sollen wir auf dem Land jetzt auch die Zufahrtsstraßen sperren? Nicht anders sieht es Richtung Berge aus. Ja und jetzt auch noch der besondere Witz: In der Rosenheimerstraße wurde ein Fahrstreifen für Radfahrer zugunsten des Autoverkehrs abgelehnt.

Lothar Schulz Wörthsee

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