Lebensmittelabfälle vermeiden

Lebensmittelabfälle vermeiden

Lebensmittelverschwendung: Essen für die Tonne;München 4. Juli

Mit Interesse habe ich den Bericht zur Lebensmittelverschwendung gelesen. Allerdings sind die Maßnahmen des Restaurants Schneider Bräuhaus sowie des Hotels Maritim nicht neu. Neu ist allerdings der Einsatz der „Feedback-Waage“.

Eine Traditionsgaststätte direkt am Marienplatz (mittlerweile hat der Pächter gewechselt) hatte schon vor über 20 Jahren die Speisekarte sehr stark im Angebot gekürzt und mit einer wechselnden Wochen- und Tageskarte gearbeitet. Sogenannte „Ladenhüter“ wurden aus den Lager- und Kühlräumen verbannt. Gleichzeitig wurden die Portionsgröße verkleinert und die zweite Beilage weggelassen (war gegen Aufpreis erhältlich) – und somit konnte ein für Münchner Verhältnisse gutes, solides einheitliches Preisleistungsgefüge erzielt werden. Der Slogan dafür hieß „München muss nicht teuer sein“. Diese Maßnahme hatte noch einen sehr großen wirtschaftlichen Erfolg – der Umsatz konnte deutlich gesteigert und die Essensreste konnten so um 60 bis 80 Prozent reduziert werden. Zu erwähnen wäre noch, dass diese Gaststätte mit diesem Konzept der Vorreiter in München gewesen ist. Einige Zeit später haben sehr viele Gaststätten dieses Modell übernommen. Wünschenswert wäre es, wenn noch mehr Gaststätten diesen Weg zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen einschlagen würden.

Willy Grabner

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