Politiker treiben Mieten in die Höhe

Klaus Vick: Mieten seit 2005 um 50 Prozent gestiegen; München 25. August

Zu dem Artikel möchte ich anmerken, dass nicht nur die ach so bösen Vermieter an den Erhöhungen schuld sind, sondern auch die Politiker selbst, die mit ihren Gebühren die Nebenkosten ganz stark beeinflussen. Als Beispiel kann die Grundsteuer dienen, die zu den auf die Mieter umlegbaren Nebenkosten gehört. Für unser Minigrundstück von 335 Quadratmetern fallen folgende Beträge an (DM umgerechnet in Euro): 1984: 256,33 Euro, 1991: 281,13 Euro, 1993: 330,74 Euro, 2005: 405,18 Euro, 2010: 442,39 Euro. Das ergibt Erhöhungen von 9,67%, 17,65 %, 22,50 %, 9,18 % – gesamt: 72,59 %. Auffallend ist die enorme Steigerung von 57,36 % unter Ude, der am 12. September 1993 zum Oberbürgermeister gewählt wurde. Wenn schon für unser Minigrundstück 442 Euro anfallen, frage ich mich, wie hoch die Grundsteuer für ein Mietshaus mit 15 Wohnungen ist - das geht dann sicher in die Tausende oder Zehntausende. 1996 durften wir Münchner über drei neue Tunnels am mittleren Ring abstimmen, die mehrheitlich bejaht wurden. Ude, der strikt dagegen war, hat im Vorfeld angekündigt, dass im Ja-Fall die Mieten steigen werden. Nun, wenigstens in diesem Fall hat er Wort gehalten. Und, liebe Politiker, eure Krokodilstränen, die ihr so gern vergießt, könnt ihr euch ab sofort sparen. 

Peter Schindler München

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