Geradezu skurril

Felix Müller: „Ärger über anonyme Moschee-Spende“; München 15. Dezember

Ein aufgeklärter, europäisch geprägter Islam ist eine der Grundvoraussetzungen für eine friedlich verlaufende Integration gerade auch der vielen neu ankommenden muslimischen Flüchtlinge in Deutschland und Europa. Sonst sind Parallelgesellschaften zu erwarten mit allen daraus resultierenden Problemen bis hin zu Kriminalität, Extremismus und Terrorismus, wie die Beispiele Frankreich und Belgien zeigen. Somit ist jede Initiative zu begrüßen, die eine Religion fördert, welche europäische Werte beinhaltet. Es kann allerdings nicht sein, dass dabei auf Spenden oder Spender aus Staaten wie Katar oder Saudi-Arabien zurückgegriffen wird. Staaten also, die eine extreme Form des Islam weltweit verbreiten, mit allen daraus resultierenden Folgen. Geradezu skurril mutet es an, wenn versucht wird, dies in der jahrelangen öffentlichen Debatte über das geplante Islamzentrum in München auszublenden, von wem auch immer. Hierbei entsteht der Eindruck, dass es zumindest zwei katarische oder saudische Staaten gebe. Einen guten, der einen aufgeklärten Islam in Europa mit Spenden und ohne sonstigen Einfluss unterstützt und einen bösen, in dem es sich der FC Bayern München erlaubt ein Wintertrainingslager durchzuführen. Über so viel Ignoranz staunt man als Bürger schon.

Walter Schmitz Eching am Ammersee

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