Transparente, regionale Lebensmittelversorgung

Caroline Wörmann, Annika Schall und Felix Müller: Schlachthof droht auszubluten; München 26. April

Der Schlachthof in München war ursprünglich wie die entsprechenden Schlachthäuser draußen in den Kreisstädten als Lebensmittelbetrieb für die Versorgung der Region gedacht. Die regionalen Verbindungsadern wurden in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zerschnitten, so war das Ausbluten der kommunalen Einrichtungen die logische Folge. Die Land- und Fleischwirtschaft sucht immer globalere Märkte und lässt so die mittelständischen Betriebe vor die Hunde gehen. Aber auch wir alle als Verbraucher tragen mit unserer „Geiz ist geil-Mentalität“ dazu bei, dass die regionalen und ökologischen Strukturen kaputt gehen. Die Frage ist jetzt, passt ein Fleischzentrum, wie es in Aschheim angedacht ist, noch in unsere Zeit? Oder ist es bei der rasanten Globalisierung im Lebensmittelbereich, schon zu klein, bevor es realisiert wird? Ich meine, wir sollten wieder die Solidarität der Mitbürger und Verbraucher vor Ort suchen. So können wir für alle, die Wert darauf legen, wieder eine transparente Lebensmittelversorgung auf kurzen Wegen ermöglichen. In Fürstenfeldbruck haben wir bereits vor 17 Jahren den Brucker Schlachthof eingerichtet, der seitdem eine wachsende Nachfrage zu verzeichnen hat. Wir könnten unsere Einrichtung am jetzigen Standort noch etwas weiterentwickeln. Unser Modell sollte aber auch in weiteren Regionen Schule machen.

Max Keil Geschäftsführer der Brucker Schlachthof GmbH & Co KG Puchheim

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