Braucht München einen Südring?

Ulrich Lobinger: „Auto- bahn-Südring: Dobrindt lässt Hilferuf verhallen“; München 4. Dezember

CSU-Politiker, wisst ihr das ihr vom Volk gewählt werdet? Seit Jahren ignoriert ihr die Stimmen der Bevölkerung (Bürgerentscheid gegen die 3. Startbahn) und jetzt kommt ihr wieder mit dem nächsten Natur vernichtenden Großprojekt welches mehrfach von Experten als ökologische Katastrophe, ökonomisch sinnlos und einer geringen Entlastung der Münchner Straßen zur Folge hätte! Wie soll das nur mit Euch weitergehen?

Jürgen Stangl Buchendorf

Alle paar Jahre kommt dieses Thema auf den Tisch, zum Beispiel im April 1998, Februar 2010, November 2012 und jetzt wieder. Leider lässt dieses Thema die Verantwortlichen unseres Landes kalt. Laut Artikel vom 17./18. November 2012 im Münchner Merkur fand sogar eine Bürgerbefragung zu diesem Thema statt. Wie diese ausgegangen ist, habe ich jedenfalls nicht gelesen. Dieses Projekt ist seit mehreren Jahrzehnten überfällig, aber da sind anscheinend zu viele Lobbyisten am Werk, die den Ausbau des Südrings - so notwendig er auch ist - immer wieder erfolgreich verhindern. Auf diese Weise wird München weiterhin ohne Autobahn-Südring bleiben und uns das Thema noch weitere Jahrzehnte beschäftigen, abgesehen davon, wird dieses Projekt natürlich auch immer teurer.

Herta Roth Puchheim

Die Münchner CSU-Politiker, 2. Bürgermeister der LH München Josef Schmid, MdL Otmar Bernhard, MdB Hans-Peter Uhl sowie der Stadtrat Johann Sauerer wiederholen mit ihrem Brief an den Bundesverkehrsminister Dobrindt den fanatischen und ewig gestrigen Vorstoß für einen Autobahn-Südring. Genau dies verfolgen seit vielen Jahren immer wieder die ewig uneinsichtigen Autobahn- und Autolobbyisten. Dagegen liegen die wirklichen Ursachen ganz woanders. Das wirkliche Hauptproblem im gesamten Münchner Süden ist, dass bis jetzt die Voraussetzungen für einen wirklich leistungsfähigen und ebenso umweltschonenden öffentlichen Verkehr immer wieder und seit vielen Jahrzehnten von der Politik, d.h. hauptsächlich von der LH München und ebenso vom Land Bayern bewusst verhindert wurden. Die einfache, sehr kostengünstige und absolut nicht die Umwelt schädigende Lösung heißt: Neubau der Kreuzungs- und Umsteigehaltepunkts Menterschwaige. Bei beiden vorhandenen Strecken sind noch genügend freie Kapazitäten vorhanden! Dieser Kreuzungshaltepunkt ist nicht nur im Vergleich zu dem die ganze Umwelt zerstörenden Autobahn-Südring unvergleichlich wirtschaftlicher und billiger, sondern er kann auch in verhältnismäßig kurzer Zeit in Betrieb genommen werden. Was die Umwelt betrifft: Für diesen Kreuzungshaltepunkt muss im Gegensatz zu einem Autobahn-Südring nicht einmal ein einziger Baum gefällt werden! Viele Menschen, die heutzutage täglich vom Westen (z.B. Obersendling, Solln, Pullach Forstenried Fürstenried, Planegg usw.) auf die Ostseite (z.B. Harlaching, Grünwald, Straßlach, Oberhaching, Taufkirchen usw.) oder genauso umgekehrt die Isar überqueren müssen, haben jetzt gar keine andere Möglichkeit als mit dem Auto die jeden Tag völlig überlasteten Isarbrücken in Grünwald oder in Thalkirchen zu benützen. Mit einem Kreuzungshaltepunkt Menterschwaige kann der jetzige gewaltige CO2-Ausstoß sehr stark gemindert werden. Der berechtigte Sturm der Entrüstung gegen einen Autobahn-Südring durch die zahlreichen Wälder im Münchner Süden wird deshalb weiterhin ungebrochen vorhanden sein!

Helmut Gall München

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