Verfehlte Verkehrspolitik

Sascha Karowski: Reiter schießt gegen Söder und Huber; München 6. März

Die schlechte Luft in München ist zum Großteil hausgemacht, und die Folge der rot grünen Stadtpolitik: Das Hauptstraßennetz in München wurde die letzten 25 Jahre nicht ausgebaut, sondern zurückgebaut, aufgepflastert und verengt. Die grüne Welle der Landsberger Str. von Pasing zur Friedenheimer Brücke gibt’s heute nicht mehr, die war vor 40 Jahren analog möglich, heute digital geht’s nicht mehr. Die freilaufenden Rechtsabbiegespuren an Kreuzungen wurden zurückgebaut, die Blechpfeile zum Abbiegen gibt’s eher nicht, Kreisverkehre wie in ganz Europa im Trend, braucht’s bei uns sowieso nicht, lieber noch mehr Ampeln. Wenn neue Kreuzungen und Straßen bebaut werden, dann nicht so kleinkariert, dass dies keine entsprechende Leistungsfähigkeit haben, weil es nicht alle kapieren (Tunnel Mittlerer Ring). Die U-Bahn nach Pasing müsste schon längst da sein, zur Entlastung der S-Bahn-Stammstrecke, aber das U-Bahn-Referat hat ja OB Ude aufgelöst, braucht’s auch nicht. Da schon lieber eine Trambahn wie vor 100 Jahren in der Fürstenrieder Straße. Wenn schon unbedingt eine Trambahn dann bitte wie in China, ohne Gleis (Induktionsdraht im Straßenbelag) und ohne Oberleitung (Akku). In der Stadt Shenzhen (auch China) gibt’s im übrigen Elektrobusse und zwar 16 000 Stück, nicht unmöglich aber man muss nur wollen. Aber das brauchts bei uns auch nicht. Die Stadt wächst wie noch nie, wir haben logischerweise auch so viele Auto wie nie, aber die A99 im Süden wird auch von keinem gefordert. Die Bürgermeister von Gräfelfing oder von Grünwald fordern das nicht, aber OB Reiter könnte es fordern, das hätte auch Gewicht, aber das braucht’s auch nicht. So wird halt konzeptionslos weiter gebaut ohne entsprechende Infrastruktur und der Stau wird länger und hinten stinkt’s noch mehr. 

Franz Wimmer Dipl. Ing. Verkehrsbau, München

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