Nockherberg spaltet die Gemüter

Hervorragende gemacht, auch wenn manche erst lange nachdenken mussten.

Eine so großartige Rede sollte uns allen zu denken geben. Leider gibt es Leute, die nicht denken wollen oder können.

Peter W. Hoyer Haar

Dieses Singspiel war intelligent und dank dem ganzen Ensemble und vor allen Dingen dem Können von Herrn Rosenmüller ein ganz großer Genuss. Gratulation! Mit der Mama Bavaria hatte ich so meine Schwierigkeiten. Diese unwürdigen Tiefschläge – egal bei wem – sind einfach nicht hinzunehmen. Auch den Jodler zum Schluss hätte sie sich sparen können oder vorher noch etwas üben müssen. Auch wenn die Mama sagt, es sei ihr egal, was die Politiker von ihr denken, so sollte sie doch daran denken, was das große Publikum sagt und die sind wirklich nicht begeistert gewesen. Was würde sie sagen, wenn die Politiker nicht mehr zum Nockherberg kommen? Menschen zu beleidigen, ist nicht nett und einer Mama unwürdig. Auch der Herr Steinfatt sollte das Manuskript vielleicht intensiver vorher lesen und dabei an seine kleinen Kunden denken. Eine Mama kann natürlich kritisieren, aber niemals würde sie beleidigen.

 Lissy Putz München

Es ist doch ganz klar, dass die Rede der Luise Kinseher von SPD und den Kabarettisten, letztere sind meistens links gerichtet, als hervorragend beurteilt wird, schließlich bekam hauptsächlich die CSU ihr Fett ab. Ich fand die Rede nicht mehr lustig, sie war sehr oft grob beleidigend. Das muss man sich nicht gefallen lassen, das hat mit Spaß, den man verstehen muss, nichts zu tun. Ich bin voll der Meinung von Leserbriefschreiberin Ursula Sabathil, dass die BR-Moderatorinnen ausgetauscht werden sollten. Insbesondere Amelie Fried, die meinte den Ministerpräsidenten wegen seiner Moskaureise kritisieren zu müssen. Sie war unerträglich. Das waren noch Zeiten als Walter Sedlmayr oder Bruno Jonas als Bruder Barnabas auftraten. Welch ein Unterschied von Humor zu jetzt. Aber da schrieb auch Hans-Jörg Burger die Reden.

Klaus Hilleprandt Garmisch-Partenkirchen

Das Beste, das ich seit Jahren gesehen habe im Fernsehen. Ich bin fest davon überzeugt, sogar Marcel Reich-Ranicki wäre angenehm überrascht! Hervorragend, hervorragend, toll, toll, toll!

Robert Gregory Bishop München

Wenn Luise Kinseher als Mama Bavaria durch ihre populistisch links eingefärbte Brille bayerisches Derblecken von primitiven Beleidigungen unseren Politikern gegenüber nicht mehr unterscheiden kann, sollte sie von den Verantwortlichen der Paulaner Brauerei ausgewechselt werden. Ich spreche für viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis.

Heinz Tretter Deisenhofen

Der Finanzminister sagte, dass ihn dieser Vergleich von Mama Bavaria nicht wegen seiner Person stört. Legasthenie ist übrigens nicht eine Lese-Rechtschreibschwäche, sondern die Lese-Rechtschreibstörung. Beide werden voneinander unterschieden. Legasthenie wird vom Facharzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Zusammenwirken mit dem Schulpsychologen diagnostiziert (ist also von daher durchaus in gewissem Sinne als Krankheit zu sehen) und dann bekommt der Schüler gegen Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attestes einen Nachteilsausgleich (Zeitverlängerung bei schriftlichen Prüfungen), der erheblich größer ist, als der bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche, die vom staatlichen Schulpsychologen festgestellt und bescheinigt wird. Entsprechende Infos beim Kultusministerium! Insofern war die entsprechende Bemerkung von Mama Bavaria unter der Gürtellinie.

Alexandra v. Beaulieu München

Ich habe natürlich als echte Bayerin das Singspiel vom Nockherberg angeschaut und mich köstlich amüsiert. Es war eine phantastische Inszenierung und man kann den Schauspielern ausnahmslos höchstes Lob aussprechen. Allerdings in einem Punkt muss ich Frau Stamm beipflichten, dass ich den bayerischen Touch schon seit längerem vermisse. Wie sagt unser Herr Ministerpräsident Seehofer so schön: Bayern ist die Vorstufe zum Paradies. Es wäre schön, wenn man dies auch hin zu wieder ein wenig zu spüren bekäme. Ansonsten passt’s scho.

Josefa Holzmann Oberschleißheim

Der heurige Nockherberg war ein totaler Reinfall. Wer hier etwas Positives oder Lustiges erkannt haben will, hat sich mit seiner Kritik wohl am Märchen von des Kaisers neuen Kleidern orientiert. Die Bavaria war so lust- und kraftlos wie es nur geht. Selbst mögliche Gags, wie Söder solle „integrieren statt intrigieren“, kamen von Mimik, Gestik und Vortrag so fad daher, dass sie tatsächlich wie eine Beleidigung klangen. Von kabarettistischem Elan keine Spur! Auch das sogenannte Singspiel orientierte sich eher an der Wirrheit die neuerdings die Sendungen des Tatorts beherrschen. Einziger Lichtblick hier, war die hervorragend gute Imitation von Tante Angela. Insgesamt sicher der letzte Nockherberg, den ich über mich ergehen ließ. Pure Zeitverschwendung!

 Hans Pfleger Olching

Der Merkur-Redaktion einen herzlichen Dank für die umfangreiche Berichterstattung um diesjährigen Nockherberg. Die Reaktionen der CSU-Granden auf die diesjährige Rede finde ich erstaunlich. Man muss doch ein gerüttelt Maß an Humorlosigkeit unterstellen. Was soll die Mama Bavaria denn sagen? Wir sind mit einem Ministerpräsidenten konfrontiert, der sich in der heutigen Zeit für die Rüstungsindustrie stark macht und Putin am Vorabend der Bombardierung von Aleppo nobel nennt. Einem Verkehrsminister, der als oberster Dienstherr des Verkehrsbundesamts ist, letztendlich die Verantwortung dafür trägt, dass wegen der Untätigkeit dieser Behörde im Abgasskandal tausende Menschen in Deutschland gesundheitliche Beeinträchtigungen bis hin zum Tode in Kauf nehmen müssen. Einem Heimatminister, der sich Winkelzüge überlegt, wie man München umgehen und die dritte Startbahn doch noch realisieren könnte. In der Flüchtlingsfrage muss man der CSU unterstellen, dass sie nur noch im Rahmen ihrer Umfragewerte agiert und das C im Parteinamen zur Makulatur verkommt. Angesicht dieser Ausgangslage muss man der Mama Bavaria eher zu große Nachsicht mit ihren Schrazen vorhalten. Dem Herrn Söder sei gesagt. Er muss sich nicht sorgen, dass diese Veranstaltung draußen im Land nicht richtig eingeschätzt werden könnte. Wir, die Bürger schaffen das schon, und zwar ganz ohne seine Hilfe.

Nikolaus Högel Feldafing

Liebe Landsfrau Luise Kinseher, auf das Lob der Kabarettisten sollten sie sich als Predigerin auf dem Nockherberg nichts einbilden. Nockherberg und Kabarett sind zwei grundverschiedene Paar Stiefel. Es werden zwar Politiker derbleckt, aber zumindest die Predigt darf nicht zu einem politischen Kabarett verkommen. Mit Ihrem Ihnen als Niederbayerin angeborenem Gespür für feinsinnigen Humor, der durchaus auch mal deftig sein kann, sollten Sie doch dieses Metier beherrschen. Ich vermute, Sie haben sich zu sehr von Ihren Kabarettkollegen beeinflussen lassen. Gnade der Politiker haben sie nicht nötig. Aber etwas Einsicht und Bescheidenheit schon. Sie müssen das ja jetzt nicht sagen. Aber vielleicht ist davon beim nächsten Nockherberg etwas zu spüren.

Jakob Geltinger München

Johannes Löhr und Christian Deutschländer: „Ich brauche keine Gnade der CSU“; München, „Mamas Rede gefiel nicht allen“; Leserbriefe 26. Februar, Mike Schlier „Die ewige Mama“; Politik 25. Februar

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