Nicht für Münchner?

Klaus Vick: OB will Klärung der Wiesen-Frage; München 16. Februar

Wenn man die immer wiederkehrende Diskussion zur den Wiesnreservierungen liest, kann man sich als Münchner nur schämen. Es darf nur in München Bier gebrautes ausgeschenkt werden, der größte Teil der Wiesnwirte stammen aus alten Münchner Wirtsfamilien, aber für ihre Mitbürger hat man nichts übrig. Den Wiesnwirten kann es doch egal sein, von wem sie ihr Geld bekommen. Offensichtlich sind wir Münchner als finanzschwach auf der Wiesn nicht erwünscht. Gerade heuer, nachdem es eine Veranstaltungsverlängerung gibt, entsteht der Eindruck, unsere Wiesn ist längst kein Volksfest mehr, schon gar nicht für die Münchner. Selbst der nicht realisierbare Vorschlag, einen Wiesntag für die Münchner einzuführen regte nicht zum Nachdenken der Wiesnwirte an. Selbst auf der oiden Wiesn wurde die Reservierung eingeführt. Der Tenor, die oide Wiesn sei für die Münchner gedacht, hat sich als Luftblase erwiesen. Ich möchte nicht verschweigen, dass die Schausteller und Wiesnwirte viel für unsere Gesellschaft tun, Kindergärten, Waisenkinder, Seniorinnen und Senioren. Danke dafür! Aber warum müssen wir Münchner um einen außerordentlichen freien Reservierungstag betteln, obwohl wir unseren Verzehr selber bezahlen. Schade! 

Friedrich Kraus München

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