Ordentliche Strafe

Caroline Wörmann:Illegaler Abriss in Giesing:Stadt kündigt schmerzhafteSanktionen an; München5. September

Wenn die Stadt das durchgehen lässt, hat sie verloren. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, sagt ein altes Sprichwort. Wer einen Schaden verursacht, muss ihn wieder gutmachen. Das heißt, das Haus muss wieder so aufgebaut werden, wie es war. Ist doch selbstverständlich!

Erik Doffek
München


Die Stadt München kündigt also „schmerzhafte Sanktionen“ und „ein Bußgeld im sechsstelligen Bereich“ an. Gewissenlosen „Investoren“ tut solch ein Betrag nicht weh, der ist bereits in deren Kostenkalkulation eingeplant und wird locker aus der Portokasse bezahlt. Neben einem Bußgeld im siebenstelligen Bereich – schließlich wurde ein ganzes Ensemble zerstört – und einem gerichtlichen Vorgehen empfehle ich der Stadt, den Verantwortlichen zu zwingen, innerhalb eines Jahres das von ihm zerstörte historische Handwerkerhaus Stein für Stein wiederaufzubauen, und zwar unter ausschließlicher Verwendung historischen Baumaterials aus der Zeit. Diesen einstimmigen Beschluss sollte der Münchner Stadtrat schnellstens und ohne große Diskussionen hinkriegen. Dass man solchen „Investoren“ nie wieder eine Sanierungs-, geschweige denn eine Baugenehmigung erteilt und ihnen bereits erteilte Genehmigungen umgehend entzieht, ist jawohl selbstverständlich.

Hannelore Wirth
München

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