Leserbrief

Kein Almosen

Kathrin Braun:Der Vorsorge-Fahrplan; München 20. Januar

Es verblüfft mich immer wieder, wie leidensfähig unsere Rentner sind. Mich (61 Jahre) betrifft die ganze Situation nicht, da ich ein halbes Berufsleben selbstständig war und entsprechend privat vorgesorgt habe. Ich bekomme immer mehr im Umfeld mit, dass man als Rentner nur einen entsprechenden Betrag dazuverdienen darf, um keine Kürzungen zu erhalten. Wir leben längst in einer Situation, in der Rentner (vor allem Frauen) zur Tafel gehen, um nicht hungern zu müssen. Ich habe hier monatelang in Starnberg mitgearbeitet. Hallo! Geht’s noch? Und das nach lebenslangen Einzahlungen. Da ist die Rente ja wohl kein Almosen, sondern wohlverdientes Altersruhegeld! Wäre ich betroffen, hätte ich längst eine Revolution nach dem Motto „Fridays for Rentner“ angezettelt. Aber ist der Deutsche als solcher immer noch sehr duldsam. Glück für den Staat.

Carmen Liebs

Berg

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