Lösungen für das S-Bahn-Problem

Sarah Brenner: SPD fordert Konsequenzen nach Pannenserie; München 2. März

Na, das ist ja lustig! Gerade die SPD will Pannenlösungen. Stürmt für die zeitgeschädigten Kunden im Öffentlichen Nahverkehr (hier nur die S-Bahn) medienwirksam nach vorne. Absehend von der Tatsache, dass die politisch eigenen Pannen programmiert sind, ganz schön mutig. Für die arbeitszeitgeschädigten Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel mein Lösungsvorschlag: Wer bei S-Bahn-Verzögerung zu spät zur Arbeit kommt, fährt sich ein Arbeitszeitminus ein und soll ab sofort bei seinem Arbeitgeber höhere Gewalt geltend machen. Damit wird die ganze Sache stressfreier. Der Arbeitnehmer hat kein Arbeitszeitminus. Die Kollegen schauen ihn nicht scheel an. Denn jedes Unternehmen, auch in der Verkehrsbranche, nimmt für sich als Verursacher die höhere Gewalt in Anspruch. Dies zur Entlastung gegen Haftungsansprüche. Steht in fast allen Vertrags-Vereinbarungen. So entzieht sich die Wirtschaft jeglicher Haftung. Immer trägt so der Arbeitnehmer auch als Kunde das Risiko und den Schaden. Bei gerecht ausgleichender Lösung würden die Verspätungen von S-Bahn und anderen Verkehrsträgern (inklusive Taxis, die dann haften) viel weniger. Arbeitgebervertreter wie die Wirtschaft als letztlich dann finanziell die Dummen machen sicher Druck. Nehmen für geldige Zeitverluste als Verursacher sofort die Personenbeförderer in Haftung. So wie es jetzt leider läuft, drücken sich alle zulasten der kleinen Leute. Immer nur mit dem Hinweis auf einen Höheren. Da sehe ich für die SPD in ihrer alten Tradition auf der Suche nach Gerechtigkeit (Ton SPD-Schulz) eine echte, sich selber verpflichtende Aufgabe. 

Detlef-Clemens Kottmeier Garching

Wäre die zweite Stammstrecke schon fertig gewesen, dann hätte auch hier keine S-Bahn fahren können. Hätte OB Reiter und der Innenminister Herrmann sich nicht so gegen den Südring gesträubt, der jetzt schon fertig und wesentlich billiger gewesen wäre, dann hätten nicht zehntausende Fahrgäste in klirrender Kälte auf den Bahnsteigen ausharren müssen. Das kann auch künftig wieder passieren. Aber so ein Dilemma wie vor einigen Tagen musste doch bei der Abwägung für oder gegen den Südring auch bedacht worden sein? OB Reiter wollte unbedingt vor und hinter dem Rathaus eine S-Bahn haben, es muss ja alles in die Mitte des Zentrums geführt werden. Hinter dem Rathaus ist jetzt für zehn Jahre eine hässliche Baustelle, statt der vorherigen schönen Wiese mit Bänken zum Verweilen und spielender Kinder. In den zehn Jahren Bauzeit fahren zehntausende Diesel-Laster zum Erd-Abtransport durch die Stadt (auch Betonmischer und andere Stinker). Das stört den OB nicht, aber Diesel-Pkw will er aussperren. Unter dem Hauptbahnhof fährt diese S-Bahn in 40 Meter Tiefe. Wie viel Strom die Rolltreppen in einem Jahr verbrauchen! Fallen die Rolltreppen einmal längere Zeit aus, wie im letzten November im Hauptbahnhof, dann müssen die alten Leute, Kinderwagen usw. irgendwie nach oben gebracht werden. Beim Südring könnten die Leute an der Haltestelle Lindwurmstraße in die U3 und U6 umsteigen. 

Josef Kellner München

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