Katzenjammer folgt

Mike Schier: Zeitplan erneut in Gefahr; München 8. März

Je länger es dauert, um so schlimmer wird es. Diese alte Bauernregel vom Flughafen Berlin und Stuttgart 21 wird sich auch in München wieder bestätigen. Außer für die Deutsche Bahn rechnet sich die 2. Stammstrecke für niemanden, schon gar nicht für uns Fahrgäste. 10 Jahre lang werden gigantische Baustellen am Hauptbahnhof (Bahnchef Grube) durch die Innenstadt und bis zum Ostbahnhof den Verkehr so lahmlegen, dass uns die vielen Störungen von heute wie glückliche Zeiten vorkommen werden. Schnellere, bessere und billigere Plan-Varianten zum S-Bahn Tuning gibt es. Sie werden unterstützt vom S-Bahn Bündnis Ost, von den Bürgerinitiativen S-4-Ausbau-jetzt und S-7 Ost, von vielen Münchner Bürgerversammlungen, von Fahrgastverbänden und von BMW. Sie werden von der Bahn blockiert. Der ganz große Katzenjammer kommt dann nach der Fertigstellung: Wenn die Fahrgäste merken, dass drei S-Bahnen in der Stunde mehr nicht der große Hit sind.

Und man auch nicht unbedingt in 40 Meter Tiefe am Hauptbahnhof ankommen mag. Wenn komfortable Direktverbindungen zum Beispiel zum Konzertsaal am Gasteig für manche wegfallen. Was tut man dann? In Pasing umsteigen. Wird die Stammstrecke also durch den 2. Tunnel gar nicht entlastet, sondern noch mehr belastet werden? Und verrät uns die DB deshalb bis heute nicht, welche Linien sie durch den 2. Tunnel schickt?

Monika Naggl München

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