Abhilfe durch Taubenhäuser

Daniela Schmitt: Bussard als Vogelschreck?; München 21. Februar

Warum kümmert sich der Stadtrat München nicht endlich um Taubenhäuser nach dem Augsburger Modell? Angeblich sollten in München pro Jahr zwei Taubenhäuser gebaut werden. Die Stadt Augsburg hat inzwischen 14 Taubenhäuser. Es gibt in München zwei gut funktionierende Taubenhäuser, in welchem die Tauben sich aufhalten können und mit artgerechtem Futter und Wasser versorgt werden. Somit sind sie weg von der Straße und müssen nicht den ganzen Tag im Müll nach Essensresten suchen. Denn nur hungrige Tauben sind Tauben, die auf der Straße bzw. in der Stadt nach Essen suchen müssen. Im Taubenschlag können die Tauben brüten und die echten Eier werden dann durch künstliche Eier ersetzt. Das ist die einzige Möglichkeit für Mensch und Tier um die Geburtenrate einzudämmen. Die Tauben halten sich dann zu 80 % im Taubenschlag auf. Der Kot von den Tauben verbleibt im Taubenschlag und kann dann dort entsorgt werden. Es gibt auch andere Taubenhäuser in München, die allerdings von einem „Falkner“ betrieben werden. Ein Falkner hat Falken der für die Vertreibung der Tauben zuständig ist. Wieso ein Falkner Taubenhäuser von der Stadt München verwalten darf, ist mir ein Rätsel. Es werden sich dort sicher keine Tauben aufhalten.

Tauben sind Höhlenbrüter und suchen in der Stadt Schlafplätze und Nistmöglichkeiten wenn sie keinen Taubenschlag haben. Sie kennen es nicht auf einem Baum zu brüten, geschweige denn Beeren von einem Baum zu pflücken oder Insekten zu essen. Sie fressen alles was sie auf dem Boden finden, weil sie es nicht anders kennen.

Tauben haben sich erst durch die Taubenzüchter so vermehrt. Und was das schlimmste ist, das der Mensch den Tauben einen ganzjährigen Brutzwang angezüchtet hat. So wächst die Tauben-population weiter und schafft sinnloses Tierleid. Selbst wenn eine Taube schon fast am sterben ist, wird sie noch brüten, weil der Mensch es ihr so angezüchtet hat.

Eine Reduzierung des Nahrungsangebotes, wobei ich mich wirklich frage, welche Nahrung hier gemeint ist, da die Tauben ja keine gesunden Körner, sondern nur Abfall, Essensreste, Pommes oder im schlimmsten Fall auch nur Erbrochenes zum Essen finden, nichts bringen würde.

Warum gibt die Stadt München so viel Geld für Falkner und die Vergrämungsfirmen, die Netze und Spikes usw. anbringen, anstatt Taubenhäuser aufzustellen, die weitaus kostengünstiger sind?

Ich habe Ihnen noch einen Flyer über Stadttauben angehängt, in welchem die Vorurteile und was tatsächlich stimmt, übersichtlich dargestellt sind.

Vielleicht besteht ja mal die Möglichkeit auch eine Seite beim Münchner Merkur zu bekommen in welchem wir als „Taubenhilfe München“ in Zusammenarbeit mit dem BMT unsere Arbeit vorstellen dürfen? Mit freundlichen Grüßen

Sabine Huber 

Gstadt

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