Tiere besser schützen

Udo Wachtveitl unterstützt Tierschützer; München 13. Juli

Der Fall Bayern-Ei zeigte, dass es unter den Amtsveterinären auch schwarze Schafe gibt. Daher ist zur Durchsetzung der geltenden Tierschutzgesetze eine ständige Videoüberwachung aller tierschutzrelevanten Vorgänge und vor allem die Kontrolle der eigentlichen Tötungshandlung unabdingbar sowie die anschließende Auswertung durch neutrale, unabhängige Amtsveterinäre. Denn anders lassen sich die skandalösen Missstände in vielen Schlachthäusern Europas nicht verbessern. So veröffentlichte Brüssel am 18. Mai 2011 einen Bericht, in dem offiziell mitgeteilt wurde, dass in der EU bis zu 75 % aller Schlachttiere ohne Betäubung getötet werden. Das bedeutet, drei von vier Tieren erleben bei vollem Bewusstsein ihr qualvolles Ende, wie sie oft maschinell amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt und meist kopfüber am Haken hängend verbluten, vor unerträglichen Schmerzen laut schreiend. Die Hauptgründe sind neben einer häufigen Hintanstellung des Tierschutzprinzips Akkordarbeit und Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch ungelernte Arbeiter oder Mängel an den Betäubungsgeräten. Deshalb ist die Petition von Udo Wachveitl zu begrüßen, dass die Tierschutzbedingungen am Münchner Schlachthof von einem unabhängigen Amtsveterinär geprüft werden sollen. 

Christian Wendt Gräfelfing

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