Udes Fristenlösung für die Sendlinger Moschee

Johannes Patzig: „Gnadenfrist für die Moschee in Sendling“ und "Schonfrist für Moschee - Chaos im Rathaus"; München 9./10.  und 12. Mai

„Es ist an der Zeit, dass Herr Ude seine Koffer packt und zu seinen Freunden in die Türkei zieht, die ihm offensichtlich wichtiger sind als die Belange der Münchner, vor allem der Sendlinger, die bereits zweimal mit Stimmenmehrheit gegen den Bau einer Moschee am Gotzinger Platz gestimmt haben. Dass jetzt auch noch Ude das gesetzte Ultimatum für das Moscheeprojekt gekippt hat (bis Jahresmitte muss die Finanzierbarkeit durch den türkisch-islamischen Verein Ditim nachgewiesen werden), spottet jeder Beschreibung. Ich kann nur hoffen, dass Ude die Grenzen in seiner Handlungsweise aufgezeigt werden und dass die ursprünglich gesetzte Frist eingehalten wird. Ansonsten müsste ich die Glaubwürdigkeit des Herrn Ude stark in Zweifel ziehen.“

Helge Koller München


„Da freut sich doch der Münchner und vor allem der Sendlinger Bürger, dass die Stadt München gegenüber dem Moscheeverein so großzügig ist und ihm in aller Stille deutlich mehr Zeit gewährt für die Beschaffung von Finanzierungsmitteln für den Moscheebau. Wie heißt es so schön: ,Die Frist (30. Juni) kam einem Todesurteil für die Moschee recht nahe, denn Ditim ist bislang weit davon entfernt, das millionenschwere Projekt bezahlen zu können.‘ Die Begründung des Beschlusses kann derzeit auf alle Bauherren angewandt werden – würde aber bei einem ,normalen‘ Bürger überhaupt nicht in Betracht kommen. Jedem normalen Bürger, der nicht in der Lage ist, seine Grunderwerbsteuer zu bezahlen, wird von der Stadt Druck gemacht, auf keinen Fall erhält er von dieser Seite auch noch Geld (als Vorschuss) zur Begleichung der Steuerschuld. Jeder normale Bürger muss auch die gesetzte Frist einhalten. Aber beim Bau einer (in der geplanten Gegend nicht gewünschten) Moschee werden Beschlüsse gefasst, die für die Bevölkerung überhaupt nicht verständlich sind. Herr OB Ude hat sich ja vor längerer Zeit bereits besonders dadurch hervorgetan, dass er eine Abstimmung der Sendlinger gegen den Moscheebau einfach missachtet hat. Nun gibt es diesen ominösen Beschluss, von dem die meisten Stadträte und nicht einmal Ditim wussten. Da müssen schon seitens der Stadt alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um dieses Projekt umsetzen zu können. In Pasing gibt es auch eine Moschee, die von den Anwohnern angenommen wurde und mit der es keine Probleme gibt und gab. Warum kann man nicht an anderen Stellen kleinere Moscheen erstellen, wenn dies schon erforderlich erscheint? Es gäbe bestimmt einige Bauplätze, die dafür geeignet wären. Aber dann könnte sich ja Herr Ude nicht so profilieren, wie er es immer will.“

Annemarie Wolfsteiner München


„Meine Verwunderung ist grenzenlos. Mein Unverständnis auch. Was ist das eigentlich für ein Oberbürgermeister namens Ude (SPD), der nicht mitbekommt, was in seinem eigenen Haus vonstatten geht? Der zugeben muss, nicht bzw. zeitweise von dem Beschluss einer Fristverlängerung des Vereins Ditim für ihren Moscheebau gar keine Kenntnis gehabt zu haben? Da sei doch die Frage gestattet, Herr OB Ude, wo sind Sie denn eigentlich bei solch wichtigen Entscheidungen, wo grad Sie sich doch so stark für den Bau dieser Moschee eingesetzt habe?. Sie melden sich doch sonst auch immer sofort zu Wort, wenn es gilt konservative heimatliche Belange, egal welcher Art, sofort und rigoros abzuschmettern! Da wird nicht lang gefackelt, sondern schnellstens entschieden, immer zu Ungunsten der einheimischen Bevölkerung. Das der Herr Oberbürgermeister Ude schon immer auf dem linken Auge wesentlich besser gesehen hat, als auf dem rechten, das dürfte mittlerweile jedem aufmerksamen Bürger aufgefallen sein. Aber was jetzt hier an Ausreden und Ausflüchten seitens des OB präsentiert wird, gehört für meine Begriffe in das Land der Märchen. Herr Ude disqualifiziert sich immer und immer mehr. Gottseidank ist die Amtszeit dieses Oberbürgermeisters zeitlich begrenzt. Ein Schlag für alle einheimischen Bürger und Firmen, die ebenfalls Ihre Anliegen vorbrachten und von diesem rotgrünen Rathaus rigoros einfach abgeschmettert wurden. Herr Ude, ich finde einfach, Sie sollten sich schämen!“

 Annette Ascher Aufkirchen

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