Noch mehr Wohnungen für München

Herr Reiter scheint von der Idee der Parkplatzüberbauung sehr angetan zu sein.

Wäre ich Betreiber eines Supermarktes oder Bewohner einer solchen Überbauung der ein Auto hätte, wäre ich von dieser Idee wohl eher nicht so begeistert. Zuerst einmal würde die Baustellenfläche während der Bauzeit gesperrt werden und als Kundenparkplatz nicht zur Verfügung stehen. Danach würden für den so geschaffenen Wohnraum, unabhängig von einer rechtlichen Verpflichtung diese zu schaffen, in der Realität wohl auch Kfz-Stellplätze benötigt werden. Dafür wären zusätzlich zu den Parkplätzen des Supermarktes die eventuell aus bautechnischen Gründen dauerhaft entfallen weitere Parkplätze auf die Bewohner zu übertragen. Der ständige Ärger zwischen Supermarkt, Kunden und Bewohnern wäre programmiert und würde eine Dauerbelastung für alle Beteiligten darstellen, eventuell würden auch die umliegenden Anwohner mit einbezogen wenn Kunden oder Bewohner zum Parken auf die Straße ausweichen. Lidl hat seine Parkplätze in München und Umgebung schon jetzt der PRS Parkraum Service GmbH zur Bewirtschaftung (Kundenabzocke) übertragen und deren Nutzung dadurch auf Pkws begrenzt, also Kunden mit Moped, Motorrad, Wohnmobil oder Transporter ausgesperrt. Werden weitere Supermärkte diesem schlechten Beispiel folgen?

 Jürgen Linkens Taufkirchen

Da kann jedem Münchner Angst werden, wenn jetzt noch zusätzlich 61 000 Wohnungen in München gebaut werden sollen. In der Innenstadt kommt man sich als Münchner schon jetzt wie ein Exot vor. Unsere Heimat im Münchner Osten soll von Daglfing bis Johanneskirchen mit bis zu 10 000 Wohnungen zubetoniert werden. Wo jetzt noch Felder und Wiesen sind werden in den nächsten 20 Jahren 5- bis 7-stöckige Betonbunker stehen. Wenn es darum geht, möglichst viele Menschen aus der ganzen Welt in München unterzubringen ist selbst den Grünen jedes Mittel recht. Die Lebensqualität der Einheimischen wird da gerne geopfert. 

Richard Diener München


Felix Müller: Reiter lädt Chefs von Supermarktketten ein; München 15. Juli

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