Verbales Herumgeeiere

„AfD-Chef Lucke: Empört über Gauck“; Politik 24. Oktober

Prof. Luckes Kritik ist berechtigt. Von einem Bundespräsidenten erwartet sich jeder Bürger Achtung der im deutschen Grundgesetz zugesicherten Meinungsfreiheit und keine einseitige und ungerechtfertigte parteipolitische Einmischung. Herr Gauck hat sein hohes Amt unter der Prämisse Freiheit angetreten und war Hoffnungsträger. Sein peinlicher Fehler und sein anschließendes verbales Herumgeeiere enttäuschen und gefährden sein Ansehen und seine Glaubwürdigkeit im In- und Ausland.

Wolfgang Röckelein Eching bei München

Wenn ein Bundespräsident sich nicht an das Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland hält, sollte dies schon zu denken geben. Artikel 3 (3) GG hat zum Inhalt: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Anstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Herr Gauck hat mit seinen gegen die AfD gerichteten Worten die Bestimmungen des GG nicht eingehalten. Seine Äußerungen werden nicht durch das Recht zur Meinungsäußerung gedeckt. Alle in der Deutschland erlaubten politischen Parteien, ganz gleich, welche Anschauungen sie vertreten, dürfen weder benachteiligt noch bevorzugt werden.

Hans Günther Schmucker Unterhaching

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