Höchst erstaunlich

Die Reiterin der Apokalypse; Politik 14. Juli

In der ganzen Diskussion mit keinem Wort auf die konkrete ökonomisch-soziologisch-kulturelle Situation in Afrika eingegangen wurde. Die Menschen des afrikanischen Kontinents gelten als arm; sie sind arm, weil die überreichlich vorhandenen Rohstoffe den Kontostand der unverfroren-korrupt afrikanischen Herrscher auf ausländischen Banken, nicht aber den Lebensstandard der breiten Bevölkerung erhöhen, die vielfach von zwei Dollar am Tag leben muss. Über diese Potentaten kann man sich u.a. beim britischen Statistikbüro „Afrika Ranking“ z. B. allein hinsichtlich der acht reichsten Präsidenten etc. - von Ministern, übrigen Nutznießern und Funktionären der Systeme gar nicht zu reden - kundig machen: 1. Jose Eduardo Dos Santos, Angola, Vermögen von mehr als 20 Milliarden Dollar (das Land wird wie ein Familienbetrieb geführt, alle Schlüsselpositionen sind mit Familienangehörigen besetzt, eine Tochter wird bei Forbes mit einem Privatvermögen von 4 Milliarden gelistet 2. König Mohammad VI. von Marokko, 3 Milliarden Dollar 3. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, Äquatorialafrika, Vermögen ca. 1 - 2 Milliarden Dollar (nach einem Militärputsch gegen seinen Onkel - den er töten ließ - an die Macht gekommen) 4. Uhuru Kenyatta, Kenia, Vermögen ca. 800 Millionen Dollar (Sohn des ersten Staatschefs Kenias nach Ende der Kolonialzeit, Yomo Kenyattas). So ließe sich die Liste weiter führen über Kamerun, Swasiland, Tschd, Simbabwe. Wie sollen sich die afrikanischen Länder wirtschaftlich entwickeln, wie soll Armutsbekämpfung möglich sein, wenn die Finanzmittel nicht im Land investiert, sondern zu den Schweizer Banken transferiert und insgesamt jährlich Dutzende Milliarden Petro-Dollar außer Landes geschleust werden, wozu wesentlich das Ausmaß des unvorstellbaren Korruptionssumpfes beiträgt.

 Josef Draxinger München

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