Freude am Ausgeben

Unverfroren korrupt; Leserforum 15./16. JuliSebastian Horsch: „Europa hat keine Strategie“, Interview mit Gerald Knaus; Politik 12. Juli

Der Leserbriefschreiber Draxinger hat es schön aufgelistet, welche afrikanischen Potentaten Milliardäre sind und ehe nicht deren Schweizer Konten eingefroren und diese Landesväter enteignet sind, ist jede Entwicklungshilfe dem deutschen Steuerzahler gegenüber eine Zumutung. Gerd Müller freut sich an seiner Rolle im Irrglauben, er könne so die afrikanische Welt retten und den Flüchtlingszustrom ändern. Wahrscheinlich sollte man es wie die Potentaten machen, Firmen- und Wohnsitz in die Schweiz verlegen, bis die Freude unserer Politiker am sinnlosen Geldausgeben (Geld, das von ihnen nicht erwirtschaftet wurde) vergeht. 

Michael Forster Gmund am Tegernsee

Europa hat keine Strategie (Münchner-Merkur vom 12. Juli 2017) Es ist schon traurig, wie einfallslos die Politiker in Europa auf den weiteren Flüchtlingsansturm reagieren. Mein Vorschlag: Die EU oder einzelne Staaten kaufen in Afrika Land auf Erbpacht für 20 – 50 Jahre. Das Land bleibt damit im Besitz der jeweiligen Staaten. Auf diesem Land entstehen dann mit gezielter Entwicklungshilfe für die Flüchtlinge eine neue Stadt und/oder Dörfer. Sie bleiben damit in vertrauter religiöser Umgebung und im eigenen Sprachraum. Die Flüchtlinge können damit ihre eigenen Fähigkeiten einbringen, und sich so in Heimatnähe eine neue stabile Lebensgrundlage schaffen. Gleichzeitig sollte die EU auch dafür sorgen, dass die Rohstoffe Afrikas im Land verarbeitet werden. So profitieren die Afrikaner endlich selbst von ihren Rohstoffen. Bisher haben die ehemaligen Kolonialstaaten und die Industrieländer diese wertvollen Schätze in unverantwortlicher Weise für ihren Profit genutzt. Auf diese Weise könnten wir – oder ein anderes europäisches Land – beweisen, dass wir es wirklich ehrlich meinen, den Flüchtlingen zu helfen. Und die menschenunwürdigen Lagersituationen der völlig überforderten Anrainer-Staaten zu beenden. Mit diesem Vorgehen bringen wir die Bevölkerung in eine wirtschaftlich unabhängige Lage, die sich als winwin Situation für beide Seiten positiv auswirken wird. Die EU gewinnt damit Freunde und stärkt die Position dieser Menschen in ihrem Land und hat in Zukunft zuverlässige Geschäftspartner. Diese gezielte Entwicklungshilfe umgeht die oft sehr korrupten Regierungen Afrikas. Mit dieser Lösung haben die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten und Hungerzonen in Afrika keine Veranlassung mehr, den lebensgefährlichen Weg mithilfe krimineller Schleuser über das Meer nach Italien zu wagen. Lieber richtig in Afrika investieren, als Asylanten unter schwierigen Bedingungen mit einem Riesenaufwand in Europa unterzubringen. 

Dieter Kugler Bad Heilbrunn

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