Ins Stammbuch schreiben

Dirk Ippen: Leben im hohen Alter; Kolumne Politik 5./6. März

Vier Sätze sind es, die mich tief berührt haben. „Alle Alten aber verdienen unseren größten Respekt, unsere anhängliche Dankbarkeit und unsere Liebe. Unsere ganz Alten sind es, die alles ertragen haben, Hitler und den Krieg, und die nach 1945 unser heute blühendes Land mit Vernunft, Fleiß und Sparsamkeit wieder aufgebaut haben. Sie sind einfach unsere ,Große Generation‘. Wehe uns, wenn wir versagen, in unserer Zuwendung und Fürsorge zu denen, die das Fundament geschaffen haben, auf dem unser Haus steht“. Diese vier Sätze sollte jeder in diesem Land mal lesen, damit er weiß, worauf unser Wohlstand beruht und damit die Alten nicht achtlos beiseitegeschoben werden, wie die Öffentlichkeit sich das in der Vergangenheit zuweilen angewöhnt hat. Unser Wohlstand ist nicht durch schlaue Reden und Egoismus zustande gekommen, sondern durch harte Arbeit, Verzicht, Anstand, Fürsorglichkeit und Vernunft. Diese vier Sätze sollten sich alle ins Stammbuch schreiben, die heute allzu freigebig mit unserem Wohlstand umgehen. Sie sind zu schade dafür, dass sie nach einmaligem Lesen verhallen. Schöner kann man es nicht ausdrücken. Sie würden es verdienen, irgendwo in Stein gemeißelt zu werden.

Dagmar Wilkens Wolfratshausen

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