Amerikanische Panzer besser in Syrien einsetzen

Georg Anastasiadis: Moskau zürnt; Kommentar, USA verlegen Panzerbrigade an Russlands Grenzen; Politik 1. April

Diese Panzer wären gegen den IS im Mittleren Osten besser eingesetzt, als vor der russischen Grenze. Da sind sie nämlich kontraproduktiv und werden natürlich eine Gegenreaktion seitens Russlands auslösen. Für Osteuropa und die Nato kann das auch zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

Georg Niedermeier Haimhausen

Ist wirklich jemand so naiv, in den Amis den Retter Europas und der Welt zu sehen? Hört ihr denn nicht Radio, seht ihr denn nicht fern, habt ihr kein Internet, lebt ihr auf einem anderen Stern? Die ewige Russland-Hetze – wäre sie nicht bitter ernst – ist schon fast lächerlich. Jeder, der sich Gedanken über die Interessen der USA macht, sollte einmal lesen, wie viele Kriege von Amerika und Russland ausgingen. Wer bricht Verträge, wer war stets ein zuverlässiger Partner. Ein Nachmittag im Internet kann aufschlussreich sein. Was soll sich Putin noch alles gefallen lassen.

Renate Neuling Freising

Unabhängig davon, ob Moskau wegen der US-Panzerbrigade erzürnt oder erfreut ist, stellt sich eine relevantere Frage: Sollte dieses US-Militär nicht besser im direkten Einsatz gegen den IS eine wesentlich aktuellere Bedrohung im Keim ersticken? Dann hätten zumindest die Iraker wieder eine günstigere Perspektive und die Syrer einen Zufluchtsort in der Nachbarschaft! Und was den dunklen Satz von Putin betrifft, so könnte dieser, wenn er wollte, auch die ganze Welt vernichten. Seine atomaren Vorräte reichen dazu allemal, aber viel würde ihm das persönlich letztendlich nicht einbringen. Schwarzenbergs Aussage ist zwar grundsätzlich nicht falsch, verdrängt aber die Tatsache, dass in den letzten 200 Jahren für ein deutsches „sadomasochistisches Liebesverhältnis“ in Europa außer Russland kein halbwegs ebenbürtiger Partner zur Verfügung stand. Ich halte von Putin ebenso wenig wie von Erdogan, fühle mich also keineswegs als Putin-Versteher, sondern als Realist, der der Weltereignisse gern tiefergehend betrachtet.

Gerd Liebchen München

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