Asylrecht:

Wie sollte man mit unsicheren Herkunftsländern verfahren?

Asef N. bestreitet alle Vorwürfe; Bayern, Bananenrepublik?; Leserforum und Bundesrat schärft Asylrecht; Titelseite 3./4./5. Juni

Viele Bürger glauben nicht, dass der islamische Terror in Europa nichts mit der islamischen Religion zu tun hat. Vielen Islamanhängern wird aufgrund ihres Bildungsniveaus nicht vermittelbar sein, dass Atheismus und alle Religionen nicht Wissen, sondern Glauben sind. Was man glaubt, kann nicht zum Alleinstellungsanspruch führen. Alle Religionen sind daher gleichrangig, jedoch kann eine Religion in einem Land kulturprägend sein. In einem Staat können mehrere Religionen nur friedlich zusammenleben, wenn alle Gläubigen als übergeordneten Ordnungsrahmen die staatlichen Gesetze als vorrangig akzeptieren. In Deutschland leben mehr als 500 000 abgelehnte Asylbewerber, die keine Zukunftsperspektive bei uns haben. Viele sind aus islamischen Ländern. Dass dieser Personenkreis keine mögliche Gefahr darstellt, wird den meisten Bürgern kaum zu vermitteln sein. Vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 werden die Parteien das Thema Rückführung erklären müssen.

Dieter Lewig
Holzkirchen

Natürlich streitet Asef N. alle Vorwürfe ab. Wie sollte er sich sonst verhalten? Es zugeben? Man kann nur hoffen, dass die Behörden an dem rechtsstaatlichen Verfahren festhalten und es durchziehen. Dass der Rechtsanwalt von Asef N. alles versucht, seinem Mandanten mit allen möglichen Winkelzügen zu helfen, ist sein Recht. Auch er kann nicht anders. Geradezu lächerlich ist die Haltung von Frau Dagmar Gerhard, Vorsitzende der Flüchtlingsinitiative „Mimikri“. Asef N. sei seine Drohung, er werde nach Deutschland zurückkehren und Deutsche töten, nur so herausgerutscht, er hat es nicht so gemeint und sich entschuldigt. Wahnsinn! Wie soll er (Asef N.) das denn gemeint haben? Nur zur Erinnerung: Die letzten 24 Attentäter in Europa waren den Behörden alle bekannt. Doch diese konnten keinen daran hindern, unsägliches Leid über die Menschen zu bringen. Was braucht es noch oder was muss noch geschehen, damit man aufzeigt: Hier in Europa läuft so etwas nicht? Man kann nur hoffen, die Verfolgungsbehörden setzen hier ein klares Zeichen.

Günther Kirscht
Grünwald

Was muss denn in Afghanistan noch alles passieren, bis auch unser Innenminister merkt: Afghanistan ist nirgendwo sicher! Auch Kabul nicht, das in den Ablehnungsbescheiden stereotyp immer als „besonders sicher“ bezeichnet wird. Hören die Politiker denn nicht Radio, lesen Zeitung oder schauen fern?!

Gundula Martz
Oberau

Nach den im Artikel „Bundesrat schärft Asylrecht“ gemachten Aussagen von Pro Asyl aber auch anderer Menschenrechtsorganisationen, Sozialverbände und der Opposition muss man sich fragen, wo diese Traumtänzer ihren Verstand gelassen haben. Sie würden am liebsten die ganze Welt retten. Gemeinsam haben sie alle, dass ökologische und ökonomische Fragen und Möglichkeiten ausgeklammert werden, gleichzeitig aber der Bodenverbrauch für Infrastruktur und die Armut großer Bevölkerungsschichten – insbesondere auch Flüchtlinge – beklagt wird.

Gerhard Siebert
München

Wegen der versuchten Abschiebung des Herrn Asef N. nach Afghanistan vergleicht Frau Pitzius in ihrem Leserbrief Deutschland mit einer Bananenrepublik. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Gesetze nicht zu befolgen und Recht und Ordnung nach eigenem Gutdünken zu beugen, ist genau die Denkweise von Bürgern einer Bananenrepublik. Der Meinung von Frau Pitzius nach darf Herr N. nicht abgeschoben werden, weil es in Afghanistan angeblich zu gefährlich für ihn ist. Was ist dann mit den Menschen, die bereits dort leben? Nach dieser Logik müssten wir präventiv einen Großteil der Bürger Afghanistans nach Deutschland evakuieren. Und gleich die Menschen aus Südafrika und den Favelas Südamerikas dazu, denn dort ist es auch gefährlich, sind Mord und Totschlag an der Tagesordnung.

An der unschönen Situation des Herrn N. und ähnlicher Fälle sind letztendlich Menschen mit einem rational nicht reflektierten, überbordenden Helfersyndrom schuld, indem sie Asylanten ermutigen beziehungsweise dabei helfen, hier etwas aufzubauen, bevor das Asylverfahren abgeschlossen ist.

Die Zustimmung zur Aussetzung der Abschiebungen nach Afghanistan durch die Bundesregierung (Frau Merkel) zeigt, dass es Angela Merkel immer wieder gelingt, ihre Feigheit vor dem Wähler (unter anderem Einreise von Millionen Flüchtlingen ohne Kontrolle) als humanitäre Tat zu verkaufen.

Manfred Hoffleisch
Dachau

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