Wirtshäuser sind zu teuer

Monika Reuter: „Was machen wir abends?“; Kommentar 10. April

Im Jahr 2001 wurde die D-Mark abgeschafft und der Euro eingeführt. Damals haben die meisten Gastwirte auf ihren Speisekarten nicht die Preise entsprechend umgerechnet, sondern stattdessen nur das Währungszeichen geändert. Während im Jahr 2001 ein halber Liter Bier im Lokal noch 2,70 DM kostete, waren es nach der Euro-Einführung mindestens 2,80 Euro und heute sogar 3,50 Euro. Ganz genauso verhält es sich mit den Speisen. Kostete früher ein Wiener Schnitzel mit zwei Beilagen 14,50 DM, so bezahlt man heute 16,50 Euro dafür und bekommt dazu teilweise sogar nur noch eine Beilage. In Anbetracht dieser Entwicklung ist es völlig verständlich, dass die Menschen den Wirtshäusern ferngeblieben sind. Dass diese nun wegen mangelnder Kundschaft schließen müssen, ist kein Wunder. Die Gastwirte haben ihre Situation aufgrund ihrer eigenen Maßlosigkeit selbst verschuldet!

Mirjam Ehmann

München

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