Wut kommt hauptsächlich von der Uninformiertheit

Dirk Walter: „Informations-Gestöpsel“; Kommentar, Janina Ventker: „Nichts geht mehr“; München 28. Juli

Der Ärger und die Wut bei den Reisenden kommt hauptsächlich von der Uninformiertheit. Auf keinem einzigen Bahnhof sind die Lautsprecherdurchsagen akustisch zu verstehen und deshalb können die Betroffenen auch nicht vernünftig reagieren. Gegenbeispiel: Am 27. Juli bin ich um 16.55 Uhr vom Bahnhof Freiburg Richtung Karlsruhe abgefahren. 15 Minuten später legte der Lokführer eine höchst unelegante Vollbremsung hin. Wir wurden sehr bald vom Grund des Haltes mittels gut verständlicher Lautsprecherdurchsagen unterrichtet: Oberleitungsschaden mit Ausfall beider Gleise für mindestens 7 Stunden! Leider mussten wir noch fast 2 Stunden im Zug ausharren (bei Freigetränken aus dem Speisewagen) durch laufende Durchsagen aber immer gut informiert. Dann absolvierten wir einen 600 Meter langen Fußmarsch bis zum nächsten Bahnhof, bestens begleitet und unterstützt von Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes, die für uns ihren Feierabend geopfert haben. Da gab es Getränke, Sanitäter und Ersatzbusse. Zwischenzeitlich hatten aber so gut wie alle Reisenden mittels Mobiltelefon ihr Weiterkommen organisiert. Es gab keine unschönen Szenen oder Wutausbrüche, Humor überwog. Am nächsten Tag habe ich allerdings gelesen dass am Bahnhof Freiburg für viele Stunden das Chaos herrschte.

Elisabeth Geißler Dachau

Recht so! Ob bei der Deutschen Bahn oder in Regierungskreisen, beinahe überall – nur noch Pfeifen respektive Nichtskönner. Ob die Bundesbahn, Deutsche Post oder Großbanken – sie sollten wieder verstaatlicht werdend , und Beamte werden vereidigt. Das könnte chaotische Zustände in den genannten Instanzen beenden.

Harry Seidel Lenggries

Der Verkehrsinfarkt am Montag hat wieder gezeigt, wie notwendig die Verlängerung der U-Bahn nach Pasing ist. Der Münchner Stadtrat hat zwar den Bau beschlossen, aber es wird höchste Zeit einen weiteren, nachhaltigen, zukunftsweisenden Beschluss zu fassen: die Verlängerung der U-Bahn in den neuen Stadtteil Freiham. Ein ganzer Stadtbezirk kann nicht durch Tram bzw. Fahrrad oder die Nutzung von ohnehin schon überfüllten S-Bahnen erschlossen werden. Die Bewohner des Münchner Westens, insbesondere die Bürger des Stadtbezirk 22, wären froh, wenn der dringend notwendige Bypass für die Stammstrecke geschaffen werden würde, sonst werden wir uns wegen der auch im Umland rasant steigenden Einwohnerzahlen an solche Szenarien gewöhnen müssen.

Regina Ringmayr München

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