Bargeld ist da doch nur Kleinzeug

Erwin Huber: „Bargeld ist unverzichtbar – Einspruch“; Gastkommentar Politik 23. Februar

Herr Huber versucht im ganzen Artikel mit gewandten Worten den Eindruck zu verwischen, er wäre nicht für die Abschaffung des Bargelds. Nur die großen Beträge, die ja „sowieso im Alltag nicht vorkommen“, die will er zwangsweise über die Banken leiten. Und wer, schreibt er, hat wohl schon mal einen „500er“ in der Hand gehabt (außer sicher er und seine Kollegen)? Und impliziert damit, dass das doch nur für illegale Zwecke sein kann. Auch (private) Geschäfte über 5000€ kämen ja praktisch nie vor. Dass manche Leute ihr privat gekauftes Auto lieber gleich bar zahlen wollen, kann er sich offenbar nicht vorstellen. Auch anderes kann zu entsprechenden Beträgen privat ge- und verkauft werden. Aber wahrscheinlich wittert er da auch gleich Illegalität, oder will er auf diese Geschäfte Steuern einführen? Offenbar aber am liebsten gleich für jeden Einkauf über mehr als ein paar Euro die – (wirklich?) nachvollziehbaren – Wege der Banken erzwingen. Laufen nicht die größten Betrügereien, Geldwäschereien und ähnliches per Bankentransfer? Bargeld ist da doch nur Kleinzeug dagegen, auch bei Beträgen von ein paar Tausend Euro.

Sieghard Schicktanz Eurasburg

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