Google soll Einfluss missbraucht haben: Milliarden-Strafe

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Betrug geht auch ohne Bargeld

Erwin Huber: „Bargeld ist unverzichtbar – Einspruch“; Gastkommentar Politik 23. Februar

Herrn Hubers Aussagen sind in einem kleinen Satz in der letzten Spalte zusammengefasst und zeigen seine und der Wirtschaft Absichten: „Daten laufen schneller und preiswerter.“ Das heißt, nur das Sammeln und Auswerten der Umsatzdaten zählt. Im Übrigen: Dass gewisse Formen der Kriminalität mit Karten und Online-Banking einhergehen, kann (auch) niemand bestreiten (Spalte 2).

Wilfried Janda München

Wenn ein Herr Erwin Huber in seinem Artikel schreibt „Eine Vielzahl von Alltagssituationen spricht überzeugend dafür, Bargeld zu erhalten“, sollten wir trotzdem vorsichtig sein. Die Abschaffung des Bargeldes ist schon lange geplant. So will die EU ab 2018 das Bargeld komplett abschaffen und Kommissionspräsident Juncker soll interne Papiere bereits abgesegnet haben, dies konnte man schon vor einem Jahr in einigen Zeitungen lesen. Die Vorteile für die Finanzindustrie liegen doch auf der Hand, als Sparer wäre man machtlos gegen Negativzinsen, auch ein Banken-Run wäre nicht mehr möglich, um nur einiges zu nennen. Wenn Herr Huber meint, „dass anderseits bestimmte Formen von Kriminalität damit einhergehen, kann niemand bestreiten“, so möchte ich dem entgegenhalten, dass der Schaden in Deutschland, verursacht durch Falschgeld im Jahr 2014 wesentlich niedriger lag als die Schäden, die durch Kartenbetrug entstanden sind. Der Bürger, der sich auf sein Bauchgefühl verlässt, ist gut beraten. Bei Meinungen von Politikern sollte man vorsichtig sein.

Erich Wochnik München

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