Bruno wurde zu gefährlich

Das sind die berühmtesten Tiere; Kinder-Leben 12. April Claudia Möllers: Purer Eigennutz; Kommentar 25. März

Bär „Bruno“ wurde nicht erschossen, um den Haus- und Nutztierhaltern einen Gefallen zu tun. Sondern wegen seiner fehlenden Scheu den Menschen gegenüber. Dadurch wurde er zu gefährlich. Auch Subventionen werden nicht ausgezahlt, um Landwirten den Gefallen eines schönen Lebens auf Kosten von Steuerzahlern zu ermöglichen. Schon Friedrich der Große subventionierte seine Bauern, um sie zum Kartoffelanbau zu bewegen und dem Volk ein günstiges, gesundes Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Später griff auch Bismarck zu dieser Maßnahme, damit erschwingliche Nahrung den sozialen Frieden im Land sichert. Eine ausreichende Volks- und Soldatenernährung wurde im Dritten Reich durch massive Unterstützung der Landwirtschaft bewerkstelligt. Und auch heute dienen diese Zahlungen aus Steuergeldern der Umverteilung der Einkommen von sozial höheren an niedrigere Schichten, indem Essen für alle günstig zu haben ist. Unser Leben und die übrige Wirtschaft (Bekleidung, Mobilität, Freizeitindustrie etc) würde völlig anders aussehen, wenn wir wie 1960 40% des Einkommens für Ernährung ausgeben müssten und nicht nur wie 2015 12% (!). Der Staat setzt u.a. Schwerpunkte , wie er die Landwirtschaft haben will (Energie, Landschaft, Tierhaltung, Chemieeinsatz, Bio....) Anstatt zum Almosenempfänger und Buhmann der Nation degradiert zu werden, wäre es jedem Landwirt lieber, wie ein normaler Unternehmer eigenständig wirtschaften zu können und anständige Preise für seine Arbeit und Produkte zu bekommen. Wir haben diese Neiddiskussion so satt.

Brigitta Regauer Fischbachau

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