Ressourceneffiziente Landwirtschaft

Dirk Ippen: Denn wäre nicht der Bauer ...; Kolumne Politik 28./29. Januar

Herzlichen Dank für Ihre Aussagen zum Thema Landwirtschaft. Ich habe selten in der Presse eine so sach- und fachgerechte Einschätzung der aktuellen Situation und den Notwendigkeiten einer modernen, zukunftsfähigen Landwirtschaft gelesen. Es ist erschütternd, wie ein von vielen ökologistisch ausgerichteten NGOs und anderer Organisationen eine Agrarwende gefordert wird, die einseitig auf extensive, bio- und ökologische Wirtschaftsweisen hinausläuft und dabei viele der wichtigen wissenschaftlich basierten Produktionsmethoden der modernen, leistungsfähigen und erfolgreichen Landwirtschaft der vergangenen fünfzig Jahre ignoriert, ja sogar massiv bekämpft. Diese Meinungsmacher haben es geschafft, das Ansehen der konventionellen Landwirtschaft zu beschädigen und in der Gesellschaft eine breite Ablehnung moderner Produktionsmethoden zu erreichen. Was mich zudem sehr besorgt ist die Ignoranz, mit der den großen Herausforderungen der nahen Zukunft, v.a. die Sicherstellung der Ernährung für demnächst 10 Mrd. Menschen begegnet wird. Kein Wort davon, dass zur Lösung des Problems eine ressourceneffiziente Landwirtschaft von Nöten sein wird, die es schaffen kann, bei den knapper werdenden Faktoren Boden, Nährstoffe, Wasser Energie, Arbeitskraft und auch Kapital die notwendige Lebensmittelversorgung zu sichern. Leider ist dagegen derzeit verbreitet in den allermeisten Medien eine starke emotionale und einseitige Unterstützung extensiver Landwirtschaftsmethoden, insbesondere des Bio- und Ökolandbaues zu verspüren. Immerhin wird derzeit immer noch die Lebensmittelversorgung in Deutschland zu etwa 95 Prozent von der konventionellen Landwirtschaft bewerkstelligt. 

Dr. Max Lehmer Neuching

Die Aussage, die Ernährung der Weltbevölkerung ist nur mit Hilfe der weltweiten Agrar-Industrie zu gewährleisten, ist eine glatte Lüge der internationalen Chemie-Industrie. Es gibt genügend Ansätze zu einer für Menschen, Tiere und Pflanzen gesunden Landwirtschaft. Einziger Nachteil, dieser seit Menschgedenken praktizierte umweltschonende und respektvolle Landwirtschaft ist, dass die Agrarindustrie dabei wenig oder nichts verdienen würde. Landwirte, die auf biologischer Basis arbeiten, zeigen dies sehr eindrucksvoll. Damit zeigt sich, dass dieser Industriezweig fast ausschließlich zum Selbstzweck betrieben wird. Herbizide, Pestizide und ähnliche „Pflanzen- und Tierschutzprodukte“ gehören ebenso verboten, wie DDT, das bereits in den frühen 60er Jahren hauptsächlich auf Betreiben der damaligen US Regierung verboten wurde. Patente auf jegliche Art von lebenden Organismen sind verantwortungslos gegenüber Menschen und Natur, juristisch als sehr kritisch einzustufen und deshalb ohne Ausnahmen zu unterbinden. Dazu sind alle verantwortungsvollen und gewissenhafte PolitikerInnen aufgerufen. Ein Weiter- und Überleben ist nur mit einer gesunden und respektvollen Landwirtschaft möglich. 

Kurt Ziegner Gauting

Mit großer Freude habe ich eben ihren Kommentar zur Grünen Woche gelesen. Ich bin überzeugte konventionelle Landwirtin und bewirtschafte zusammen mit meinem Mann einen Milchviehbetrieb mit eigener Nachzucht. In der Tat machen uns die grünen Lobbyisten mit immer neuen Forderungen nach besserer Qualität hinsichtlich der Lebensmittel und der Tierhaltung sehr zu schaffen. Aber die Weidemilch zum Beispiel von Arla bleibt im Regal stehen, da sie etwas teurer ist als andere Milch. Der Verbraucher ist leider nicht bereit für mehr Leistung seitens der Landwirtschaft zu bezahlen. Ich wünschte mir mehr solcher Zeitungsartikel wie von Ihnen, in denen wir Landwirte nicht die Buhmänner der Nation sind. Weiter so! Sie haben mir Hoffnung gemacht.

 Gabriele Apelt Halver

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