Bürokratischer Umgang

Heftige Kritik am Umgang mit Terror-Opfern in Berlin; Politik 14. Dezember

Unsere geschäftsführende Alles-Könner-Kanzlerin hat wieder einmal gezeigt, was sie alles nicht kann. Sie hat es beispielsweise versäumt die Hinterbliebenen der Opfer des vor einem Jahr erfolgten Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, bei sich im Kanzleramt zu empfangen und ihr persönliches Bedauern und ihre Anteilnahme mit dem fürchterlichen Geschehen auszudrücken. Einige der Betroffenen haben öffentlich erklärt, dass sie von der Politik und den Behörden allein gelassen wurden. Es ist eigentlich nur dem ehemaligen Ministerpräsident Kurt Beck zu verdanken, dass Einzelheiten über diesen bürokratischen Umgang ans Tageslicht gerieten. So wurden beispielsweise einigen Angehörigen die Rechnungen der gerichtsmedizinischen Obduktionen ihrer Verstorbenen ins Haus geschickt mit der Androhung Mahngebühren zu erheben und einen Inkassovollzug einzuleiten, wenn sie nicht zeitgerecht bezahlten. Eine größere Schande kann einem führenden Regierungsmitglied nicht widerfahren. Das wirft das richtige Licht von einer ungeheuerlichen Gefühllosigkeit dieser Immer-Noch-Kanzlerin. Erinnert sei bei dieser Gelegenheit an die Begegnung der Kanzlerin aus dem Sommer 2015 mit Schülern einer Rostocker Schule, bei dem ein palästinensisches Mädchen in Tränen ausbrach, als ihr die Kanzlerin erklärte, dass auch es abgeschoben werden könne, obwohl es gut deutsch und außerdem noch arabisch, englisch und ein bisschen schwedisch spricht und seit vier Jahren in Deutschland lebt. Aus ersten offiziellen Reaktionen der Regierungsstellen zu diesem Eklat hieß es lapidar, die Schülerin hätte vor „Aufregung“ geweint, als sie mit der Kanzlerin ins Gespräch kam. Später dann wurde der mildernde Zusatz „Aufregung“ von den gleichen Stellen gestrichen, weil ja jeder Zuschauer merken musste, dass das Mädchen anfing zu weinen, als ihr die Aussicht auf eine Abschiebung vor Augen geführt wurde. Und jetzt staunt der mündige Bundesbürger, dass diese Kanzlerin, die durch ihre Politik die große Verliererin der Wahl vom 24. September ist, sich noch einmal anmaßt, eine Regierung zusammenzuflicken, die diesen Namen nicht verdienen würde und unser Land „weiter so“ machen ließe, bis sie dann endlich auch ihre letzten vier Jahre als Kanzlerin hinter sich gebracht hätte. Wo sich dann aber die Bundesrepublik befindet, das steht auf einem anderen Blatt. 

Hans-Joachim Acker Grafing

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